Anreise und Rückreise - Empfehlungen

Wer eine größere Trekkingtour in den rumänischen Karpaten unternehmen möchte, der sollte sein Auto zu Hause stehen lassen und mit dem öffentlichen Fernverkehr nach Rumänien reisen. Zur Auswahl stehen Flugzeug, Eisenbahn und Fernbusse. Letztere sind die billigsten Verkehrmittel nach Rumänien.

Hier hat sich die Firma Atlassib zum Marktführer gemausert und fährt fast jeden Tag aus allen größeren deutschen Städten nach allen größeren Städten Rumäniens für etwa 90 €, inclsive 40 Kg Gepäck.

Wer seine Tour gut geplant hat, hat die Möglichkeit z.B. nach Brasov zu kommen und zwei Wochen später ab Caransebes wieder heim zu reisen für dann 160 €.

Wer es bequemer haben möchte, reist mit der Eisenbahn. Über München und Budapest kommt man täglich nach Rumänien. Allerdings kostet das Ticket schnell mal 200 €. Und die Auswahl an Städten in Gebirgsnähe ist sehr eingeschränkt, so daß vor Ort weitere Verkehrsmittel benötigt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist das Flugzeug. Von Düsseldorf, Stuttgart und München kommt man nach Timisoara und Sibiu, sowie nach Oradea. Als Fluggesellschaften bieten sich TAROM und Carpatair an. Wem das Umsteigen nicht nervt, kommt auch mit der Austrian Airlines über Wien, KLM über Amsterdam und Air France ab Paris nach Rumänien. Die Preise sind sehr unterschiedlich und am Teuersten in den Sommerferien, unter 150 € selten und bis 500 € Ende Juli ist möglich.

Preiswerter kann es mit dem Billigflieger werden, allerdings muß sehr früh gebucht werden, und fast immer landet man in Bukarest, weit weg von den Karpaten.

 

Das Innsbruck der Karpaten - die Stadt Brasov zu deutsch Kronstadt
Das Innsbruck der Karpaten - die Stadt Brasov zu deutsch Kronstadt

Wer nun doch mit seinem PKW anreist, hat eine anstrengende Tour vor sich. Ab Karlsruhe z.B. 1700 km bis Hermannstadt - Sibiu, dazu Autobahngebühren in Österreich und recht teuer in Ungarn. Wirklich billiger ist der Kraftstoff im Osten nirgens mehr, auf dem Weltmarkt wird in Dollar gerechnet und die Kraftstoffsteuer kassieren alle gerne.

Wer sein Fahrzeug längere Zeit unbewacht parkt, geht ein hohes Risiko des Diebstahls ein.

 

Generell eine wichtige Anmerkung. Kein Geldwechsel irgendwo auf der Straße tätigen, sondern nur in Banken und Wechselstuben mit einem Beleg. Auf den Berghütten und in ländlichen Pensionen lacht immer das Bargeld. Hier zahlt man mal in Lei - mal in Euro, je nach Preistafel und Vereinbarung. Da Wechselgeld meist knapp ist, nur kleine Scheine mitnehmen. 1 Lei - etwas 23 Cent. Habe selbst gute Erfahrungen mit 5 und 10 Euro Scheinen sowie in den Wechselstuben mit 20-er Scheinen gemacht.

Eine weiterer praktischer Hinweis: ein paar kleine Mitbringsel in Form von Feuerzeug und Kugelschreiber sowie Süßigkeiten und Spielsachen für Kinder erleichtern vor allen in kleinen Dörfern und Berghöfen die Kommunikation.

 

Die Gemeinde Cisnadie - zu deutsch Heltau unweit von Hermannstadt  - Sibiu - entfernt
Die Gemeinde Cisnadie - zu deutsch Heltau unweit von Hermannstadt - Sibiu - entfernt