Die Etappen auf dem E3 Fernwanderweg durch Bulgarien

Gut markierter Wanderwege am Fuße der Berge im Süden Bulgarien auf dem E3 Fernwanderweg.
Gut markierter Wanderwege am Fuße der Berge im Süden Bulgarien auf dem E3 Fernwanderweg.

Kurzbeschreibung von Etappe zu Etappe

Von Vidin bis Botevgrad

Zwischen der rumänischen Ortschaft Calafat und der bulgarischen Gemeinde Vidin gelangt man über die Donau und einem offiziellen Grenzübergang auf dem E3 Fernwanderweg nach Bulgarien. 6 km südlich bei Dunavci liegt der Campingplatz Tarnjane. Nun wandern wir in südwestlicher Richtung am kleinen Fluss Vojniska über die Dörfer Bukovec und Cicil nach Kula, hier ist ein weiterer Campingplatz zum Übernachten, 28 km gute Wanderwege ab Dunavci.

Weiter geht es nun südlich nach Poletkovci, sehr schön gelegen an einem Natur See. Am östlichen Seeufer entlang weiter zur Gemeinde Brankovci und Car Sismanovo. Nach weiteren 5 km in südlicher Wanderrichtung gelangt ihr nach Tolovica und dem Rabisa See. Südlich gelegen ist wieder ein schöner Campingplatz.

3 km westlich vom Rabisa See liegt die großartige Karsthöhle Magurata, sollte unbedingt besucht werden, es gibt dort für wenig Geld Höhlenführungen.

Nächstes Etappenziel ist die Kleinstadt Belogradcik. Östlich der Stadt ein Campingplatz. Nun erfolgt der Aufstieg in das nördliche Balkangebirge Bulgariens. Die Wanderwege werden einsamer und deutlich rauer. Auch muss jetzt genügend Lebensmittel mit getragen werden, wie auch das Trinkwasser an jeder Quelle auf zu füllen ist. Ziel ist der großartige Aussichtsberg Midzur, 2170m hoch gelegen. Über die Bergdörfer Prolaznica, Varbovo und Cuprene geht es danach weit bergan bis zum Grenzkamm des Balkan Gebirges zwischen Serbien und Bulgarien. Unbedingt einen Reisepass dabei haben. Hier oben besteht die Möglichkeit, unbehelligt über die EU Außengrenze zu kommen, da nicht immer Grenzsoldaten dort unterwegs sind.

Wer genug Lebensmittel dabei hat, 3 bis 4 Tage, und sein Leichttrekkingzelt, kann über den Kopren, 1935 m hoch und über die Berkovska Planina zum Kom, 2016 m hoch bis zur Kom Hütte ohne einen Talabstieg durch wandern. Großartige, einsame Bergtour.

 

Verfallene Alm am Europa Fernwanderweg E3 durch Bulgarien - hohes Gras überdeckt unseren Bergsteig.
Verfallene Alm am Europa Fernwanderweg E3 durch Bulgarien - hohes Gras überdeckt unseren Bergsteig.

Von der Kom Hütte habt ihr zwei Möglichkeiten: entweder nach Norden in die Kleinstadt Berkovica absteigen - da kann man Einkaufen gehen - oder vom Hüttenwirt nochmals Lebensmittel für zwei Tage mitnehmen und im direkten Weg zum Petrohanski Pass südöstlich wandern und dort weiter zur Petrohan Hütte.

Über den Gebirgsrücken Koznica geht es östlich hinüber zur Probojnica Hütte. Nun wieder über eine kleine Straße tief hinunter in das Tal des Iskar Flusses. Über eine Durchgangsstraße und Bahnlinie nach Lakatnik. Weiter über das Gebirge Golema Planina zum 1687 m hoch gelegenen Murgas. Nordöstlich hinunter nach Vraces mit kleinem See und 2 km weiter nach Botevgrad. Bei Pravec sind zwei Campingplätze in der Nähe.

 

Auf dem Europa Fernwanderweg E3 durch Bulgarien unterwegs.
Auf dem Europa Fernwanderweg E3 durch Bulgarien unterwegs.

Weitere Etappen auf dem E3 Fernwanderweg durch Bulgarien

Von Botevgrad nach Kazanlak

Von Botevgrad über die Campingplätze bei Pravec geht es südlich bergan nach Bojkovec. Weiter in südlicher Richtung zur Cavdar Berghütte auf der Etropolska Planina gelegen. Über den Baba, 1787 m, weiter zur Murgana Berghütte. Östlich zum Zlatiski Pass und wieder bergan zur Svistiplaz Berghütte.

Nun folgt die lange Überschreitung des zentralen Balkan Gebirges in Bulgarien. Die Bergsteige sind sparsam ausgeschildert, teilweise auch farblich markiert und da es generell sehr wenige Pfade gibt, kommt ihr ganz gut hier oben zu recht. Gute Wanderstiefel und immer Trinkwasser dabei, woraus gesetzt. Und immer in östlicher Richtung.

Über die Tetevenska Planina , dem Baba, 2071 m hoch, kommen wir zur Benkovski Berghütte. Weiter zur Vezen Hütte. Von hier meine Empfehlung unbedingt den Vezen, 2198 m hoch, besteigen, großartiger Aussichtsberg, Infos bekommt ihr vom Hüttenwirt. Weiter geht es zum Trojanski Pass, 1525 m über die Trojanska Planina.

Für die gesamte Überschreitung der Kaloferska Planina benötigt ihr unbedingt alpine Erfahrung und Lebensmittel für drei volle Tage.

Vom Trojanski Pass zum Levski, 2166 m hoch, nördlich bergab zur Javorova Hütte und weiter zur Vidima Hütte und dem Präskalo. Über den Botev, 2376 m hoch, zum Triglav, 2276 m, und weiter zur Kracana Berghütte.

Ab jetzt sind die Wanderwege wieder einfacher und besser zu finden. Ausgeschildert zum Uzana Haus und zum Sipcenski Pass, südlich davon ein kleiner Campingplatz. Über Buzludza und Enina kommen wir nach Kazanlak.

Nördlich außerhalb ein Campingplatz, westlich der Stausee Koprinka.

 

Ausreichend gute Wanderwege führen uns über den östlichen Teil des Balkan Gebirge durch Bulgarien.
Ausreichend gute Wanderwege führen uns über den östlichen Teil des Balkan Gebirge durch Bulgarien.
Klares Wasser laden hier zum Baden und Verweilen ein. Leider ist hier freies Zelten verboten.
Klares Wasser laden hier zum Baden und Verweilen ein. Leider ist hier freies Zelten verboten.

Von Kazanlak nach Nesebar am Schwarzen Meer

Die jetzt folgende Überschreitung des östlichen Balkan Gebirge durch Bulgarien zum Schwarzen Meer nach Nesebar ist nicht mehr so Alpin, wie die vorigen Abschnitte. Dafür gibt es kaum noch bewirtete Berghütten und wenige Möglichkeiten zum Lebensmittel Einkauf.

Nächstes Ziel ist die Izvor Berghütte, nordöstlich gelegen. Über den Fernstraßen Pass Republikata, 700 m hoch, kommen wir zur Butura Berghütte. Wir Überschreiten die Eleno Tvardiska Planina mit der Bukovec Hütte, dem Tvardiski Pass, 1044 m und weiter östlich gelangen wir über den Cumerna Gipfel, 1536 m, zum Vratnik Pass, 1097 m hoch gelegen. Südlich davon ist die Aglikina poljana gelegen. Nächstes Etappenziel ist die Gemeinde Kotel und danach zum Kotlenski Pass, 700 m.  Nach einer weiteren Mittelgebirge Durchwanderung erreichen wir den Varbiski Pass, 870 m hoch. Über das Bergdorf Kamensko erreichen wir  den großen Stausee Kamcija mit einem Gästehaus östlich davon gelegen.

Wir verlassen hier das Mittelgebirge und wandern dem Kamcija Fluss entlang bis nach Kostenurkata. Über Dobra poljana und Prosenik gelangen wir zum Gaberovo Stausee. Über Medovo nun zum Ziel Nesebar am Schwarzen Meer.

 

Rhododendren Blüte im Strandza Naturpark.
Rhododendren Blüte im Strandza Naturpark.
Blick hinunter zum Schwarzen Meer auf unserer Fernwandertour E3 durch Bulgarien.
Blick hinunter zum Schwarzen Meer auf unserer Fernwandertour E3 durch Bulgarien.

Von Nesebar nach Malko Tarnovo - bulgarisch, türkische Grenze.

Von Nesebar bis nach Carevo geht es meist an der Küste des Schwarzen Meer in südlicher Richtung auf dem Europa Fernwanderweg E3 entlang. Fast alle Ortschaften verfügen über schön gelegene Campingplätze und Badestrände. Preiswert ist es hier allerdings nicht mehr, vor allen in den bekannten Badeorten.

Von Nesebar geht es nach Pomorie, ein bekannter Badeort und weiter nach Burgas. Nächster bekannte Badeort ist Sozopol mit seiner Vielzahl an schön gelegenen Campingplätzen und ausgedehnten Badestränden.

Auch Primorsko und Carevo laden den Fuß geplagten Weitwanderer zum Baden und Verweilen ein. 6 Km nördlich von Carevo verlassen wir die Küste vom Schwarzen Meer und wandern landeinwärts nach Velika und Pismenovo

Nun folgt ein weiterer landschaftlicher Leckerbissen mit dem Priroden Park Strandza. Diese südwestliche Durchquerung bietet urwaldartige Waldlandschaften und im Frühjahr eine Rhododendren Blüte, welche so einmalig in Europa ist.

Über Kalovo erreichen wir Petrova Niva und weiter südlich die Grenzstadt Malko Tarnovo. Beim 9 km westlich gelegenen Gradiste Straßenpass liegt der Grenzübergang in die Türkei.

 

Am Schwarzen Meer zum Weitwandern unterwegs.
Am Schwarzen Meer zum Weitwandern unterwegs.