Auf dem E7 Europa Fernwanderweg durch Bulgarien

Großartige Tourentage über unbekannte Gebirgswelten

Im Balkan Gebirge auf den Fernwanderwegen in Bulgarien unterwegs.
Im Balkan Gebirge auf den Fernwanderwegen in Bulgarien unterwegs.

Allgemeine Informationen

Der E7 Europa Fernwanderweg durch Südosteuropa endet offiziell derzeit - Stand November 2019 - in Bosilegrad an der serbisch - bulgarischen Grenze. Eine Weiterführung des E7 über Bulgarien, Mazedonien und Griechenland bis Athen ist geplant und einige wenige Weg Abschnitte sind bereits bekannt.

Während der E4 Fernwanderweg in Bulgarien den Vitosa Naturpark, den Rila Nationalpark und den Pirin Nationalpark durchquert, soll die Wegführung der E7 Route davon westlicher verlaufen. Es werden die Gebirgszüge der Osogovska Planina südwestlich von Kjustendil überschritten, das langgezogene Grenzgebirge der Vlahina und südlich von Razlog das Pirin Gebirge. An der südwestlichsten Ecke von Bulgarien bestehen zwei offizielle Grenzübergänge für den weiteren Verlauf des E7 Europa Fernwanderweges in Richtung Athen. Ob nun weiter nach Mazedonien E7 oder Griechenland  den E4 - beides kann von hier erwandert werden.

In Bulgarien sind für die Osogovska Planina und für das Pirin Gebirge Wanderkarten erhältlich und es gibt einige bewirtete Berghütten in beiden Gebieten. Dazwischen kann in Tallagen gezeltet, Campingplätze, oder in Gasthäusern übernachtet werden. Landschaftlich ist diese Wegführung des E7 Fernwanderweges großartig und mit der Möglichkeit auf den 2914 m hohen Vihren hoch zu steigen, dem Dach dieser Route, bekommt ihr eindrucksvolle Wanderwochen geboten.

Eine ausführliche Wegbeschreibung von Etappe zu Etappe folgt in einem weiteren Kapitel.

 

In unberührter Natur zum Weitwandern unterwegs.
In unberührter Natur zum Weitwandern unterwegs.

Die Wegführung vom E7 Fernwanderweg durch Bulgarien

Der Grenzübergang von Serbien nach Bulgarien liegt 13 Km südöstlich von Bosilegrad bei Cekanec. Erstes Dorf in Bulgarien ist Dolno Ujno. Natürlich könnte man auch direkter über die grüne Grenze nach Bulgarien wandern, über die Berge der Milevska Planina, aber denkt dabei, wir befinden uns derzeit hier an der Außengrenze der EU. Jeder Grenzübertritt außerhalb offizieller Übergänge wäre illegal, auch wenn im Gebirge oben niemand wirklich kontrolliert.

Nächstes Dorf ist Lomnica, dann nach Cerovica und hinunter zum Bistrica Fluss. Über eine Schmalspur Bahnlinie und bergan nach Dozdevica. Über Radlovci, Gorna Brestnica erreicht ihr Zilenci. Wer nun nochmals in eine Stadt möchte, größeres Einkaufen oder anderes, sollte die 5 Km Weg auf sich nehmen und nach Kjustendil östlich wandern. Wir bleiben südlich und steigen zur Iglika Berghütte auf. Weitere drei Berghütten liegen auf der E7 Route durch das Osogovska Gebirge. Die Osogovo, Trite buki und Sazdenik Hütte.

Eigentlich soll die Route nun südlich am Grenzkamm entlang gehen. Wer aber mal nach Westen über die Bergkämme schaut, wird gerade dazu eingeladen, eigene Wege zu erkunden. Hier nun meine Empfehlung:

Über den 2251 m hohen Ruen in nördlicher Richtung zum Grenzübergang, eine Tagestour. In Mazedonien südlich haltend zum Carev Vrh, 2084 m. Weiter in das Bergdorf Sasa und zum Kalimansko See. Über Celcevo und Zvegor wieder hoch zum Grenzkamm nach Bulgarien. Von hier weiter auf der E7 Route in südlicher Richtung durch das Vlahina Gebirge mit seinem 1924 m hohen Ogrejak Gipfel.

 

Vor der großen Flüchtlingswanderung im Jahre 2015 auf der Westbalkan Route gab es keinerlei Probleme als EU Bürger mal hin und wieder bei großen Wandertouren über eine grüne Grenze zu laufen und diesseits und jenseits zu Fuß unterwegs zu sein. Dies hat sich leider seit 2018 geändert und es geht zwischen zeitlich so weit, das Flüchtlingen mit Gewalt aufgebracht werden - Schlagstöcke - und jenseits der EU wieder heraus gedrängt werden. Menschlichkeit geht sicher anders - und Gewalt ist keine Lösung. Es wird endlich Zeit, diese ganze Problematik zu über denken und Menschen würdige Lösungen zu erarbeiten. 

 

In Pirin Nationalpark großartig auf den Europa Fernwanderwegen aussichtsreich unterwegs
In Pirin Nationalpark großartig auf den Europa Fernwanderwegen aussichtsreich unterwegs

Zum Pirin Nationalpark

Vom Ogrejak Gipfel südlich herunter zum Grenzkamm und bei einem markanten Taleinschnitt in östlicher Richtung bergab nach Susica und weiter nach Krupnik. Über die Autobahn und Bahnlinie östlich hinweg nach Poleto und weiter der Straße entlang nach Brezani. Hier nun an einem Wildbach östlich entlang und auf großer Bergtour hoch zum Pirin, 2593 m. Wir befinden uns ab hier im Pirin Nationalpark. Nächstes Ziel ist der 2914 m hohe Vihren und seine gleichnamige Berghütte. In einem großen Bogen wird der gesamte Pirin Nationalpark durch wandert und in drei weiteren Berghütten können wir bequem übernachten, sowie wartet eine weitere Vielzahl großartiger Gipfel auf unsere Besteigung. Dabei kommen wir an sehr vielen kleinen Bergseen vorbei.

Die letzte Berghütte im Pirin Nationalpark ist die Jane Sandanski. Von hier an einer Schotterpiste entlang hinunter nach Sandanski. Am Ortseingang befindet sich der Campingplatz. Wiederum über Autobahn, Struma Fluss und Bahnstrecke westlich in das Dorf Struma. Am Lebnica Wildbach westlich hoch ins Gebirge und weiter in das kleine Bergdorf Ivanovo. Nun südlich zum 1639 m hohen Gipfel, über diesen südlich hinweg nach Gega und Dolina Krusica. Weiter hinunter zum Grenzübergang für die E7 Route nach Mazedonien.

 

Im Pirin Nationalpark auf großen Bergtouren einsam unterwegs.
Im Pirin Nationalpark auf großen Bergtouren einsam unterwegs.

Die E4 Route direkt nach Griechenland

Von Sandanski kann man am Struma Fluss nach Kulata wandern, auch mit Zug und Regionalbus erreichbar. Südlich von Kulata befindet sich der offizielle Grenzübergang nach Griechenland. Von hier auf dem E4 Europa Fernwanderweg könnt ihr weiter bis nach Kreta kommen. Diese Route ist ordentlich bezeichnet.