Das Ricovero Casera Chiampis

Im oberen Hochtal Val Viellia auf 1236 m stehende Selbstversorger Hütte

Die großartig gelegene Selbstversorger Hütte - Casera Chiampis - und weit dahinter der Monte Frascola.
Die großartig gelegene Selbstversorger Hütte - Casera Chiampis - und weit dahinter der Monte Frascola.

Die Geografische Lage der Hütte und ihren Zugang

Im nordwestlichen Bereich des Val Tramontina, nordwestlich von Tramonti di sopra, steht diese rustikale Selbstversorger Hütte, die Casera Chiampis auf 1236 m Höhe. Sie bietet 6 Personen Platz, Schlafsack und Liegematte sollte unbedingt mit gebracht werden. Trinkwasser gibt es direkt vor der Hütte. Morgens hat man vor der Hütte einen idealen Frühstücksplatz, kommt doch die Sonne bereits sehr früh hier zum Vorschein.

Talort ist Tramonti di sopra. Von hier gelangt man über den gut markierten Wander-weg CAI 377 problemlos in 3 Stunden zur Casera Chiampis.  Die Schutzhütte ist immer offen und ganzjährig zugänglich.

 

Die spartanische Ausstattung der Casera Chiampis - für ein, zwei Nächte durchaus ausreichend.
Die spartanische Ausstattung der Casera Chiampis - für ein, zwei Nächte durchaus ausreichend.

Bergtouren ab dem Ricovero Casera Chiampis

Gipfeltour zum Monte Frascola

Die 4 stündige Rundtour ist ein Muss, wenn man in der Casera Chiampis nächtigen tut. Der Bergsteig ist als CAI 392 ordentlich markiert und lässt sich in beiderseitigen Runden begehen. Meine Empfehlung ist mit dem Uhrzeiger Sinn gehen.

Kurzbeschreibung der Bergtour:  Von der Casera Chiampis in 45 Minuten auf Steig CAI 386 zur Forca del Frascola, 1616 m, in südlicher Richtung aufsteigen. Achtung: nicht ganz bis in die Scharte steigen, sondern etwa 50 Hm. unterhalb einen bezeichneten Steig in Richtung Westen begehen. Er führt in mehrere Stufen zum aussichtsreichen Gipfel, Monte Frascola auf 1961 m Höhe. Umfassendes Panorama.

Die letzten 70 Hm. im Aufstieg sind auch wieder bergab zu begehen. Nun weiter in westlicher Richtung hinunter zu einer Wegeteilung. Eilige gehen rechts ab - Norden - und wir bleiben westlich und steigen zur Forca del Bech auf 1854 m, südlich des Monte Tamaruz gelegen.

Nun immer östlich haltend bergab wandern, an der Ruine der Casera Tamaruz vorbei und später durch viel Bergwald weit hinunter zur Casera Chiampis.

 

Auf dem Bergsteig zum Monte Frascola im Frühjahr aussichtsreich unterwegs.
Auf dem Bergsteig zum Monte Frascola im Frühjahr aussichtsreich unterwegs.

Zur Casera Frassaneit

Dieser 3 stündige Übergang ist gut markiert, CAI 386, und führt über die Forca del Frascola in südlicher Richtung hinweg und weit hinunter in das Tal Canale di Meduna.  Die Casera Frassaneit ist eine kleine Selbstversorger Hütte zwischen Tramonti di sopra und dem Lago del Ciul.

 

Zur Casera Ciarpen

Dieser 4 stündige Übergang führt über die südseitige Scharte am Aufstieg zum Monte Frascola zur Cuel Flunt, 1471 m, und hinunter in das Hochtal Canal Grande di Meduna. Teilweise gut markierte Bergsteige, CAI 392 und CAI 393.

Sehr interessante Bergtour und meine Kurzbeschreibung:

Auf dem Bergsteig CAI 392 über die Casera Tamaruz zum Monte Frascola. Bei der Höhe 1825 m, nicht weiter zum Gipfel Frascola aufsteigen, sondern 50 Hm. bergan in eine kleine Scharte, Trittspuren gut erkennbar.

Nun südlich steil die enge Schlucht bergab und mit kleinen Gegenanstieg zur Cuel Flunt aufsteigen. Nun westlich haltend das Hochtal Le Forcelle, später teil links vom Wildbach entlang, bis in eine Querschlucht absteigen. Hier eine Wegkreuzung: nun rechtshaltend, nordwestlich, einen Bergpfad meist bergab gehen und wir treffen auf den Wanderweg, welcher nördlich zur Casera Ciarpen, Seig CAI 393, problemlos weiter führt.

 

Großartiges Tourengebiet im Nahbereich der Casera Chiampis.
Großartiges Tourengebiet im Nahbereich der Casera Chiampis.

Ein abenteuerlicher Übergang zur Casera Chiampiuz

Für diesen Übergang zur Casera Chiampiuz sollten 4 Stunden eingeplant werden und ihr benötigt eine Gespür für die Pfadsuche. Die Bergsteige sind nur spärlich markiert und das hohe Gras bei der Überquerung der Bergwiesen im Sommer zeigen uns oft keinerlei Trittspuren mehr. Sehr einsame, wildromantische Bergfahrt.

Von der Casera Chiampis in nördlicher Richtung, Steig CAI 377, in die Forca del Mugnol, 1552 m, eine Stunde bis dahin.

Jenseits der Scharte nicht gerade hinunter - falsche Wegführung - sondern links ab in einer langen Querung, Steig CAI 378, zur Ruine der Casera Naiarduzza, 1655 m. Bis hier her ordentlich markiert. Nun über Wiesen bergan und bergab und wiederum hoch in die Forcella di Naiarda, 1764 m. Der zweite Teil des Weges ist nur ganz spärlich markiert und auch an Trittspuren ist nicht viel zu finden. Weitere 2 Stunden.

Jenseits der Scharte nur wenige Meter absteigen und einen teils bewaldeten Berghang queren. Danach westlich über eine Bergkuppe hinweg und in nordwestlicher Richtung mäßig steil zur Casera Chiampiuz auf 1696 m absteigen.

 

Das weite Hochtal Val Viellia und in der Ferne links der Monte Frascola und rechts der Monte Tamaruz
Das weite Hochtal Val Viellia und in der Ferne links der Monte Frascola und rechts der Monte Tamaruz

Zum Monte Tamaruz

Wie bei der Abenteuertour zur Forca del Mugnol auf 1552 m. Nun weglos immer in südwestlicher Richtung meist am Bergkamm entlang zum Gipfelaufbau des Monte Tamaruz hinwandern. Die letzten 120 Hm. auf den Monte Tamaruz, 1930 m, werden aus der nordöstlichen Flanke in leichter Kletterei bestiegen.

Umfassendes Panorama hier oben. 

Abstieg entweder auf gleichen Wege zurück oder nach der Steilstufe vom Gipfel Tamaruz über Steilwiesen hinunter zur Ruine der Casera Tamaruz. Nun auf dem markierten Wanderweg CAI 392 zurück zur Casera Chiampis.

Variante, wenn man zur Casera Chiampiuz weiter möchte:

Nach der Steilstufe am Monte Tamaruz kann man relativ gut in nördlicher Richtung weglos absteigen und kommt bald auf den Bergsteig CAI 378, welcher dann zur Casera Chiampiuz leitet.

 

Über die Monte Costa di Paladin zur Casera Feletta

Wiederum eine schöne Bergtour im einsamsten Gelände. Wie oben in die Forca del Mugnol. Hier direkt rechtshaltend, östlich, einen Bergkamm hoch. Dieser führt euch zum höchsten Punkt, 1769 m, des Monte Costa di Paladin. Nun noch etwas weiter am Bergkamm östlich entlang bis nach halblinks der Bergsteig euch hinunter zur Ruine der Casera Fors führt. Nun auf farblich markierten Bergweg weiter, meist nun im Bergwald, hinunter zur Casera Feletta, 1204 m.

 

Umfassendes Panorama vom Monte Frascola über die Friaulaner Bergwelten hinweg.
Umfassendes Panorama vom Monte Frascola über die Friaulaner Bergwelten hinweg.