Die Alta Via CAI Moggio

Auf der Alta Via CAI Moggio mit meiner Tochter gut gesichert auf großer Tour unterwegs.
Auf der Alta Via CAI Moggio mit meiner Tochter gut gesichert auf großer Tour unterwegs.

Allgemeine Touren Hinweise

Östlich hoch über dem Val Aupa verläuft die recht anspruchsvolle Mehrtagestour auf der Alta Via CAI Moggio. Mit 4 Tagen im Durchschnitt ist die Alta Via CAI Moggio eine kürzere Bergfahrt in den Friaulaner Bergwelten. Der höchste Punkt wird mit dem Monte Zuc dal Bor auf 2195 m Höhe erreicht. Zum Übernachten stehen nur mehrere Selbstversorger Hütten und euer Leichttrekkingzelt zur Verfügung. Auf dieser Tour wird der gesamte Gebirgskamm zwischen dem Monte Pisimoni, Zuc dal Bor, Monte Chiavals und der Creta dai Rusei überschritten. Wer mehr Zeit zur Verfügung hat, kann mit zwei weiteren Tagen auf einem parallelen östlicheren Weg bis nach Pontebba zurück wandern.

Bergtechnisch sollte man eine absolute Trittsicherheit haben und bis zum 2. Grad frei Klettern können, sowohl im Aufstieg, wie im Abstieg. Da dieses Berggebiet wenig besucht wird, kann mit Hilfe von anderen Bergsteigern selten gerechnet werden - also Vorsicht auf dieser Bergtour. Im Hochsommer kann es recht heiß hier werden und das Trinkwasser in der Hochregion recht knapp.

 

Start und Ziel der Alta Via CAI Moggio

Startort ist die Gemeinde Dordolla auf 627 m Höhe im oberen Val Aupa gelegen. Zielort ist Ovedasso auf 418 m Höhe, 4 Km östlich von Moggio Udinese im Val Fella Tal. Wer noch zwei weitere Tage dranhängt kommt nach Pontebba, 545 m. Ihr könnt die Tour auch anders herum laufen, solltet aber bedenken, dass dann der Monte Zuc dal Bor von Süd nach Nord überschritten werden muss, was im Abstieg nach Norden deutlich schwieriger ist. Die TABACCO Wanderkarte 1:25.000 Blatt 018, Canal del Ferro, ist für diese Bergfahrt gut geeignet und sollte dabei sein.

 

Der vielleicht wichtigste Stützpunkt an der Alta Via CAI Moggio - das neuerbaute Bivacco G. Bianchi.
Der vielleicht wichtigste Stützpunkt an der Alta Via CAI Moggio - das neuerbaute Bivacco G. Bianchi.

Die Etappen von Hütte zu Hütte auf der Alta Via CAI Moggio

Von Dordolla zur Cjasut dal Sior

Ein 1150 Hm. Aufstieg von Dordolla zur Selbstversorger Hütte Cjasut dal Sior ist die erste Herausforderung zum Start auf der Alta Via CAI Moggio. Die meisten werden bedingt durch ihre Anreise diesen Aufstieg am Mittag beginnen und da wir von Westen kommend aufsteigen, kann es leicht hitzig werden. Mit 3 Stunden sollte gerechnet werden.

Der Bergsteig CAI 422, gut bezeichnet und farblich markiert, führt euch hoch zur Hütte. Unbedingt genug, 3-4 Liter, frisches Trinkwasser mit nehmen. Auch der Rio Comet am Aufstieg kann durchaus ausgetrocknet sein. Zuerst geht es nur leicht aufsteigend in nördlicher Richtung von Dordolla aus hoch. Über den Rio Comet hinweg bis zu mehreren sichtbaren größeren Felsen. Nun schwenkt der Bergsteig in östlicher Richtung ein und viele Kehren führen nun recht steil berghoch. Wenig unterhalb vom Monte Forchiadice, 1579 m, vorbei, wird der Bergsteig weniger steil. Hier schöne Landschaftsbilder in die nähere Umgebung. Nach einer kurzen Querung folgt der Schlussanstieg zur aussichtsreichen Selbstversorger Hütte Cjasut das Sior auf 1752 m Höhe gelegen. Bei Sonnenuntergang schönes Gegenlicht hinüber zur Creta Grauzaria.

 

Von Cjasut dal Sior zum Bivacco G. Bianchi

Mit 3 Stunden keine allzu anstrengende Tour, welche sich aber sehr aussichtsreich mit zwei Berggipfeln problemlos verlängern lässt. Die Bergsteige CAI 422 und CAI 425 führen von der Cjasut dal Sior hinüber zum Bivacco G. Bianchi.

Zuerst weiter in östlicher Richtung zur Forcella Forchiadice, 1604 m. Weiter zum Bergkamm hoch zwischen der Creta dai Rusei und der Cima della Vacca. Ihr solltet unbedingt auf die Creta dai Rusei, 1923 m, bezeichnete Wegespur, aufsteigen, der Mehrbedarf an Zeit etwa eine Stunde. Schöne Aussicht vom Gipfel.

Weiter in südöstlicher Richtung zum Monte Chiavals, 2098 m hoch. Jenseits vom Chiavals in südlicher Richtung hinunter an der Ruine der Casera Chiavals vorbei und zum Bivacco G. Bianchi auf 1712 m Höhe großartig stehende neue Holzhütte.

 

Hier das weitläufige Almgelände der ehemaligen Casera Chiavals an der Alta Via CAI Moggio.
Hier das weitläufige Almgelände der ehemaligen Casera Chiavals an der Alta Via CAI Moggio.

Vom Bivacco G. Bianchi nach Ovedasso

Dieser Abschnitt der Alta Via CAI Moggio ist die Königsetappe dieser Mehrtagestour. Wer kein Zelt dabei hat, muss bis nach Ovedasso durch laufen und benötigt meist 8 Stunden. Kein frisches Trinkwasser unterwegs auffindbar. Alle Schwierigkeiten können auf parallel laufenden Bergsteigen großzügig umgangen werden, aber von einer Begehung der Alta Via CAI Moggio ist dann nicht mehr die Rede.

Zuerst wird der Zuc dal Bor, 2195 m, von Nord nach Süd überschritten. Immer wieder kommen Kletterstellen bis zum 2. Grad und nur selten mit Stahlseilen gesichert. Der Abstieg nach Süden vom grandiosen Aussichtsgipfel Zuc dal Bor ist etwas leichter zu begehen, als sein Aufstieg.

Jenseits hinunter in die Forcella Fonderis, 1800 m. Nun südlich den Monte Crostis, 1894 m, überschreiten, gefolgt von einer Kammwanderung in die Forcella Vidus, 1657 m. Bei beständigen Wetter kann hier sehr hübsch gezeltet werden und 15 Minuten bergab nach Norden, CAI 450, nach Trinkwasser gesucht werden.

Nächstes Gipfelziel ist der Monte Pisimoni, 1880 m hoch. Großartiges Panorama. Der Abstieg nach Süden ist sehr verzweigt und teilweise unübersichtlich. An den Ruinen des ehemaligen Weilers lo Uerc, 980 m hoch, kann wiederum gezeltet werden. Trinkwasser findet man des Öfteren 15 Minuten westlich, dem Rio di Place, in seiner Schlucht. Nun noch eine Stunde bergab wandern und ihr seit in Ovedasso, 416 m. Nach weiteren 4 Km Straßenwanderung kommt ihr nach Moggio Udinese.

 

Die Streckenwanderung nach Pontebba

Von Ovedasso zum Bivacco G. Bianchi

Die kommenden zwei Tage für die Tour nach Pontebba ist zwar weit, aber landschaftlich eine Genusstour und bei Weitem nicht mehr so anspruchsvoll, wie die Alta Via CAI Moggio von Nord nach Süd.

Von Ovedasso 2 Km in östlicher Richtung einer kleinen Landstraße entlang. Der Wanderweg CAI 424 zweigt ausgeschildert linkshaltend ab. Nun nördlich an Roveredo vorbei zum Weiler li Rauni, 633 m. Weiter geht es in nördlicher Richtung bis zu den Ruinen der Casera la Cita, 976 m. Überall auf diesem Wegabschnitt ist gutes Trinkwasser auffindbar. Der hier beginnende Bergsteig CAI 425 führt gut markiert hoch zur Forcella Fonderis und weiter nördlich hinüber zum Bivacco G. Bianchi auf 1712 m Höhe. Gesamte Gehzeit 8 Stunden und 1500 Hm.

 

Hier im Val Rio Gravon di Gleris mit seinen wilden Felszacken der Val Aupa Gebirgskette im Hintergrund.
Hier im Val Rio Gravon di Gleris mit seinen wilden Felszacken der Val Aupa Gebirgskette im Hintergrund.

Vom Bivacco G. Bianchi nach Pontebba

Der Bergsteig CAI 429, gut ausgeschildert und ordentlich farblich markiert, führt von der neuen Holzhütte Bivacco G. Bianchi nach Pontebba.

Über mehrere Scharten, längeren Querungen, einer Kammwanderung und einem langen Abstieg gelangt man abwechslungsreich mit immer wieder neuen Landschaftsbildern durch diese einsame Bergwelt nach Pontebba. Nur nach 5 Stunden bei der Casera Slenza alta ist gesichert frisches Trinkwasser auffindbar.

Gesamte Gehzeit um die 8 Stunden.

Bei der Forcella alta di Ponte di Muro, 1613 m, kann man auch in direkter Wege Richtung nach Aupa und Frattis in 2 Stunden absteigen und hinüber Wandern.

Ab hier wären weitere landschaftlich schöne Touren bis zu den Karnischen Alpen möglich.

 

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