Die Alta Via Valli del Natisone

7 - 10 Tage im Osten der Region Friaul nahe bei Slowenien unterwegs.

Der Wildfluss Natisone  - sein Einzugsgebiet betrifft die Alta Via Valli del Natisone im Osten der Region Friaul
Der Wildfluss Natisone - sein Einzugsgebiet betrifft die Alta Via Valli del Natisone im Osten der Region Friaul

Einleitung und eine Touren Übersicht

Die Alta Via Valli del Natisone ist eine mehrtägige markierte Bergwanderroute im Osten der Region Friaul ganz Nahe der Grenze zu Slowenien. Der Wildfluss Natisone durch fließt diese Friaulaner Berge und bildet dazu oftmals auch die Grenze zu Slowenien. Viele landschaftliche Namen sind hier zwei sprachig in der Bezeichnung. Der Startort dieser Tour ist die Stadt Cividale del Friuli mit dem Ortsteil Romanutti, 5 km südöstlich des Stadtzentrum gelegen. Ziel nach etwas mehr als eine Woche auf Tour ist die Stadt Tarcento, auch Tarcint, am Torrente Torre gelegen. Die Wanderwege und Bergpfade sind ausreichend markiert und sparsam beschildert. Teilweise sind diese mit den großen Fernwanderrouten, Via Alpina, Sentiero Italia und dem Alpe Adria Trail identisch. Bewirtete Berghütten gibt gerade 3, der Rest sind einfache Selbstversorger Hütten auf der Alta Via Valli del Natisone. Nicht nur in Corona Virus Zeiten solltet ihr unbedingt ein Leichttrekking Zelt mit nehmen und genug Wasserflaschen für euer Trinkwasser. Im Hochsommer, von Mitte Juli bis Mitte August kann ich euch diese Wochentour nicht empfehlen, es ist in der Regel einfach zu heiß. Dafür geht es bereits ab Ende Mai - vielfach blühende Bergwiesen - und ab Mitte September und dem goldenen Oktober. 

Spezieller Tipp:  die Tour, Alta Via Valli del Natisone, ist im Grunde Familien tauglich mit Kindern ab 8 Jahren, wenn man sich 10 Tage Zeit nimmt und natürlich frei Zelten geht. Im ersten Corona Jahr 2020 waren die Behörden in der Region Friaul und die wenigen Hütten Besitzer sehr aufgeschlossen, was das freie Zelten betrifft. Denke, dies wird auch im Jahr 2021 so bleiben: erstens ist Corona nicht vorbei und weg und zweitens, wenn wir weiterhin die Landschaft sauber halten und die Natur pfleglich behandeln, gibt es keine Gründe, diese Toleranz uns wieder zu nehmen. 

 

Meine kurze Beschreibung der Wegführung

Von Romanutti, 132 m hoch, führt der Weg CAI 748 nach Centa Britof im Val Cjanavria östlich entlang. Nach 4 Km erreicht man das Castell di Albana oberhalb des Torrente Indrio. Nun in nördlicher Richtung weiter auf dem CAI 748 Wanderweg nach San Pietro Chiazzacco, 325 m hoch, und bis dahin weitere 3 Km gute Wanderwege. Nach weiteren 2 Km ist man in Stregna, 315 m hoch und kommt nach weiteren 3 Km zu einem Bildstöckel, 525 m. Unterhalb könnte man Zelten und in der Nähe befindet sich eine gute Quelle.

 

Nun zur Regionalstraße 31 laufen und weiter bergan nach Castelmonte, 618 m hoch gelegen. Der Wanderweg CAI 747 führt zur Casera Dorgnac, 575 m und östlich weiter zum Bildstöckel San Nicolo auf 670 m Höhe. Nun über einen Bergrücken hinweg und in nordöstlicher Richtung zu den Felsen am Monte San Giovanni, 686 m. Immer recht gute Wanderpfade hier. Wir erreichen die Grotte Fortino, 598 m und den Weiler Clinaz, 553 m. Oberhalb eine weitere gute Trinkwasser Quelle. Nächstes Ziel ist Gnidovizza, 505 m. Der CAI 747 bringt uns nach Tribil di Sopra, 642 m, und hier nochmals frisches Trinkwasser mitnehmen.

 

Nun in nordöstlicher Richtung bergan zum Monte Cum, 912 m, und jenseits weiter nach Rucchin, 632 m, bergab. Weiter zum Weiler Prapotnizza, 756 m. Der Wandersteig CAI 746, teilweise auch eine kleine Straße, nach Clabuzzaro, 773 m, und nun hoch zum bewirteten Rifugio Solarie auf 956 m Höhe mit dem Passo Solarje. Das Rifugio Solarie ist die erste bewirtete Berghütte auf dem Alta Via Valli del Natisone.