Bergtouren und Wanderungen der Muntii Ignis

Am Aufstieg der Muntii Ignis Gebirgskette unterwegs.
Am Aufstieg der Muntii Ignis Gebirgskette unterwegs.

Die Überschreitung des Masivul Ignis

Von Säpanta im Norden nach Täutii Mägheräus

Eine großartige drei bis vier Tagestour durch unendliche Wälder einsam unterwegs. Meist markierte Wanderpfade. Ein Problem kann die Dreisprachigkeit der Ortsbezeichnungen werden, nämlich rumänisch, ungarisch und manchmal auch ukrainisch. Wenn nicht anderes beschrieben, habe ich immer die rumänische Bezeichnung genommen.

1. Etappe:

Vom Ortszentrum Säpanta geht es auf der Straße 5 Km in südlicher Richtung entlang zum Touristik Complex Pästrävul.  Hier ein Zeltplatz, Cabana und Infostelle für die Muntii Ignis. Zu Beginn der Tour ist der breite Wanderweg farblich mit einem roten Kreuz markiert. Es geht idyllisch am Wildbach Säpanta - Szaplonca - weitere 3 Km in südwestlicher Richtung bis zu einer Weg Teilung entlang. Achtung: Wir verlassen den rot markierten Weg und wandern rechthaltend 700 Meter auf einem blau markierten Weg weiter. Weitere Weg Teilung: In der Kehre nicht rechts weiter, sondern linkshaltend auf einen unmarkierten Bergsteig ein schwenken, über eine Waldlichtung bergan und nachfolgen eine scharfe rechts Kurve wieder in den Bergwald hinein. Nun in südlicher Richtung weiter zur Poiana Trei Säpamti. Über eine Bergwiese hinweg und weiter das Hochtal Valea Szaplonca bis zum Naturdenkmal Molizi Seculari mit der Felswand Piatra Soimului. Hier in den Felsen herrscht im Frühjahr ein fröhliches Treiben, werden doch eine Vielzahl von Jungvögeln hier großgezogen. 

Ab dem Touristik Complex etwa 3 Stunden Weg.

Nun weiter in südlicher Richtung bis zu einer Täler Teilung. Hier steht eine Selbstversorger Hütte mit Feuerstelle und ausreichend guten Trinkwasser zur Verfügung.

 

Sanfte Hügel in den Muntii Ignis
Sanfte Hügel in den Muntii Ignis

2. Etappe der Überschreitung des Masivul Ignis

Nach der Selbstversorger Hütte noch etwa einen Kilometer weiter in südlicher Richtung am Wildbach Säpanta entlang und dann Achtung: an der Poiana Säpantii nicht gerade aus am kleinen See entlang, sondern rechts auf einem Bergpfad ab und recht steil diesen berghoch steigen. Dieser führt uns direkt über die Poiana Lungä zum Varf Stanelor, 1161 m. Schöne Aussicht nach Süden.

Jenseits westlich haltend den Gipfel überschreiten und über den bewaldeten Bergrücken Culmea Rotunda zum Varful Rotunda, 1240 m, aufsteigen. Schönes Rundum Panorama. Nun Weglos in nördlicher Richtung leicht bergab und westlich wieder etwas bergan. Weiterhin weglos in südwestlicher Richtung bergan, zuletzt über eine größere Waldlichtung zum Varf Ogorohi, 1167 m hoch. Immer auf dem Bergkamm bleibend bis zu einer unscheinbaren Weg Teilung:

Nach rechts bergab gehend kann man zur bewirteten Cabana Forestierä Sälätruc in 1,5 Stunden gelangen, nicht ganz  einfache Wegführung !

Wir bleiben auf dem Kammweg, jetzt wieder deutlichere Wegspuren, und wandern weiter zum Varf Calamari, 1141 m. Ab hier folgt eine lange südwestlich haltende Wanderung im steten kurzen auf und ab, farblich sparsam rot markiert und für 3 Stunden auch kein Trinkwasser zu finden. Erst beim Varful Tiganu, 1186 m, kommen wir an eine brauchbare Wasserquelle. Hier könnte auch gezeltet werden.

 

Wer einen zwischenzeitlichen 200 Hm. Abstieg nicht scheut: meine Empfehlung: bei der Poiana Soci führt rechts ab, ein rotes Dreieck, markierter Bergsteig hinunter zum kleinen Naturreservat Tinovul Trestia mit zwei kleinen Waldseen, einer Quelle und im Spätfrühjahr viele seltene, blühenden Blumen und Pflanzen. Hier bitte nicht frei Zelten !

 

3. Etappe: nach Täutii Mägheräus - ungarisch Misztotfalu

Nächstes Ziel ist der Varful Pietroasa, 1201 m hoch. Waren wir bisher einsam und alleine auf Tour, ändert es sich hier bemerklich. Nach Norden geht ein Skilift bergab, befinden wir uns doch an einem alpinen Skihang. 

Wir bleiben oben auf dem rot markierten Bergpfad und wandern weiter in südwestlicher Richtung. Nach 1,5 Stunden kommen wir zu einer Wege Kreuzung: nicht weiter gerade aus, sondern auf dem mit einem blauen Punkt markierten, links abgehenden, direkt nach Süden reichenden Wald Pfad. Nun geht es stetig bergab, wir gelangen in das Valea Nistru und kommen zu einer weiteren Selbstversorger Hütte  am Wildbach Nistru. Nach einer weiteren Stunde sind wir bei den ersten Häusern des Bergdorfes Nistru. Nun südlich durch den langgezogenen Ort bis zu seinen letzten Häusern. Hier beschildert geht es zum Lacul Nistru, 25 Minuten, mit einem Campingplatz und mehreren Campinghütten. Sehr idyllisch gelegen.

Nach Täutii Mägheräus noch eine weitere Wanderstunde, nun der Straße entlang, immer in südlicher Richtung.

 

Im Naturreservat Tinovul Trestia vorgefundene blühende Pflanze, bin kein Botaniker, weiss nicht den Namen
Im Naturreservat Tinovul Trestia vorgefundene blühende Pflanze, bin kein Botaniker, weiss nicht den Namen

Die Überschreitung der Creasta Pietrii

Von Säpanta nach Desesti

In zwei oder drei Tagen über einen landschaftlich einmaligen Gebirgszug. Meist markierte Berg-Pfade. Waren wir auf der vorherigen Tour sehr viel im Bergwald unterwegs, ist diese Tour landschaftlich von einem anderen Charakter. Offene Landschaftsbilder, viele Seen, Schrofer und Felsiger. Eine bewirtete Cabana - Agris auf 840 m gelegen - und zwei Selbstversorger Hütten sind in diesem Gebiet vorhanden.

 

1. Etappe: von Pästrävul bis zur Cabana Agris

Start ist der Touristik Complex Pästrävul. Nun immer den roten Kreuz markierten Wanderweg in südlicher Richtung nach. In das Valea Runcu hinein und zu den Wasserfällen der Cascada Custuri. Die Schlucht ist jetzt sehr eng und tief. Immer am Wildbach entlang zur Selbstversorger Hütte Colibri. Hier könnte übernachtet werden. Wer ein Zelt dabei hat, meinen Tipp: weiter hoch zur Poiana Colibri mit dem gleichnamigen Lacul, Bergsee und dort am Ufer frei Zelten.

Wer gleich weiter zur Cabana Agris möchte, bei der Colibri Hütte linkshaltend ab und sanft bald über offenes Geländer bergan. Auf 970 m Höhe gelangen wir auf einem weiteren Bergpfad, hier geht es ausgeschildert und bezeichnet links ab in 1,5 Stunden zur Cabana Agris auf 840 m Höhe.

 

2. Etappe: von der Cabana Agris nach Desesti

Zuerst mal eine zwei stündige Rundwanderung ab der Cabana Agris. Der gelb markierte Weg führt zu der Felswand Piatra Goalä. Dabei kommen wir an der schönen Quelle Izvorul Rece vorbei. Nun wieder zur Cabana Agris.

Nächstes Ziel ist der Wasserfall Cascada Strunghi, eine Stunde südwestlich der Cabana Agris gelegen, ausgeschildert und blau bezeichnet.

Oberhalb vom Wasserfall geht es Weglos zum Varful Negru auf 1221 m hinauf. Weiterhin weglos nach Norden absteigen  und nordwestlich in 30 Minuten zu einem rot markierten guten Wanderweg gelangen. Dieser führt südwestlich in zwei Stunden zum Naturreservat Poiana Brazilor. Am kleinen Bächlein Brazilor wieder etwas östlich haltend retour und nun nach Süden in einer Stunde zur Selbstversorger Hütte Plesca wandern. Nun hinüber zur Cheile Tätarului. Nun nicht der Straße entlang, sondern in das nordöstlich führende Hochtal. Weiter oben rechtshaltend abbiegen und hinüber zum Varf Frasinei, 1053 m. Umfassende Umschau !

Nun nordöstlich zum Lacul Iezerul Mare und am südlichen Ufer auf einem roten Dreieck markierten Wanderweg in einer Stunde hinunter nach Desesti. Hier könnte in der Pension Irina übernachtet werden.

 

Auf der Via Carpatica über die Muntii Ignis im Norden der rumänischen Karpaten auf großer Tour unterwegs
Auf der Via Carpatica über die Muntii Ignis im Norden der rumänischen Karpaten auf großer Tour unterwegs

Eine Überschreitung der Muntii Ignis ab der ukrainischen Grenze

Von Tarna Mare zum Pasul Gutai

In 5 Etappen auf der Via Carpatica durch die Muntii Ignis. Teilweise markierte Wanderwege und nur mit dem Leichttrekkingzelt gut begehbare Wegführung. Eine ausführliche Wege Beschreibung - nach derzeitigen Stand: Herbst 2019 - habe ich in Kurzform beschrieben.