Die Muntii Harghita

Einleitung und Lage der Gebirgsgruppe

Die Muntii Harghita sind kein Hochgbirge, sondern eher ein Mittelberbirge. Eher vergleichbar mit der schwäbischen Alb, ein langgestrecktes Hochplateau von Süd nach Nord und schön bewaldet. Die durchschnittliche Höhe beträgt hier 1200 m und nur der 1800 m hohe Mädäras steckt hier seine Spitze in den Himmel empor.

Etwa 50 Km nördlich von Brasov, Kronstadt entfernt beginnt die Gebirgszug beim Pasul Hatod und endet nördlich am Pasul Sicas Liban. Östlich im Zentrum des langgestrecken Tales der Olt liegt die Stadt Miercurea Ciuc und südlich davon Tusnad und Bäile Tusnad.

Das Szekler Land - und die Nachfahren der Hunnen ?

Das Besondere an dieser Region ist die ungarische Minderheit - oder auch Mehrheit der Bevölkerung.

Einer Überlieferung nach soll die Bevölkerung hier direkte Nachfahren der Hunnen sein, welche im 5. Jahrhundert eingewandert und sich hier niedergelassen haben. Schnell haben sie die ungarische Sprache adaptiert. Von da an wurde diese Region Szekler Land genannt, erstmals im Jahre 1116 schriftlich so erwähnt. Bis heute erkennt man überall hier den kulturellen Einfluß dieser Entwicklung, und die Einwohner nennen sich selbst Szekely. Die Szekely Kunst und die der Mongolen und Hunnen in der Mongolei besitzen bis heute viele schamanistische Übereinstimmungen der einzelnen Elemente.

Die Muntii Harghita
Die Muntii Harghita

Tourismus und Klima

Touristisch lebt die Provinz vor allem von ihren zahlreichen Heilquellen und über 20 Heilbäder können wir hier besuchen. Weit bekannt sind der Kurort Sovata, das Heilbad Borsec und Bäile Tusnad.

Naturfreunde werden die landschaftlichen Schönheiten des Harghita Gebirges vor allem im Sommer genießen, da die Winter hier recht streng und kalt sind, weshalb man diese Provinz auch den Nordpol Rumäniens nennt.

Der lange und meist sonnige Herbst entschädigt hier mit einem atemberaubend bunten Indian Summer rumänischer Art.

Die Muntii Harghita sind wandertechnisch recht gut erschlossen. Viele markierte Steige führen zu den Schönheiten dieser Landschaft. Bewirtete Hütten, Cabana gibt es einige und auch die Zelter finden ihre Plätze. Leider hat es auch einen Nachteil - in den Sommerferien treffen wir hier auf viele Menschen.

Die Via Carpatica führt hier als Traverse von Nord nach Süd und der Ostkarpaten Höhenweg mit seinen Tagesetappen. Beide habe ich im jeweiligen Kapitel beschrieben.

Auch der Wintersport in der Harghita hat hier seinen Platz gefunden. Im Biathlon gilt diese Region als Hochburg Rumäniens, kommt doch ihre Beste des letzten Jahrzehnts, Eva Tofalvi, aus Miercurea Ciuc.

Für den Skilangläufer gibt es gut gespurte Loipen und auch der Hundeschlittensport ist hier zu Hause. Neu und im Aufwind ist das Schneeschuh Wandern, weshalb ich in naher Zukunft, für den kommenden Winter 2014/2015 einige Touren beschreiben werde.

 

Die Sommer Bergtouren in der Harghita sind im nachfolgenden Verzeichnis beschrieben.

 

Die rumänische Biathlon Nationalmannschaft im Sommertraining in Obertilliach
Die rumänische Biathlon Nationalmannschaft im Sommertraining in Obertilliach