Die Muntii Nemira

Aussichtsreich über die Höhen der Muntii Nemira auf der Via Carpatica auf großer Tour unterwegs.
Aussichtsreich über die Höhen der Muntii Nemira auf der Via Carpatica auf großer Tour unterwegs.

Geografischer Überblick

Die Muntii Nemira Gebirgsgruppe in den Ostkarpaten von Rumänien werden in Norden von den Kleinstädten Comänesti und Därmenesti an der Staatsstraße 12A begrenzt. Von Süden ist es die Staatsstraße 11 mit der Gemeinde Bretcu und dem Pasul Oituz, 866 m. Westlich der Muntii Nemira liegen die Muntii Ciucului. Die höchsten Erhebungen sind der Nemira Mare, 1649 m und der Sandrul Mare, 1640 m. Beide Gipfel und der mit ihnen verbundene Gebirgsrücken liegen im geschützten Natur Reservat Nemira. Nördlich davon liegt der Lacul Poiana Uzului.

Eine Besonderheit in den Muntii Nemira ist die Zweisprachigkeit der Begriffe und Bezeichnungen, rumänische und ungarische Namen. 

Diese Bergregion ist sehr bewaldet, Menschenleer und es leben alle wilde Tiere der Karpaten hier. Die Via Carpatica führt in direkter Nord nach Süd Richtung über den Hauptkamm der Muntii Nemira. Die Anreise erfolgt am Besten von Brasov aus nach Targu Secuiesc und weiter nach Bretcu.

 

Touristische Erschließung

Gleich vorweg:  bewirtete Berghütten und eine Vielzahl von markierten Wanderwegen sucht man in den Muntii Nemira vergebens. Eine Selbstversorger Hütte steht südlich unterhalb des Sandrul Mare. Die Fernwanderroute der Via Carpatica von Nord nach Süd ist farblich bezeichnet und sparsam ausgeschildert. Dazu kommen noch wenige Wanderwege aus den westlich und östlich vom Hauptkamm der Muntii Nemira gelegenen Tälern. Ohne ein Leichttrekkingzelt kann man dort keine größeren Bergtouren unternehmen.

Im Nahbereich des Pasul Oituz findet man den kleinen Campingplatz Lina, 10 km nordöstlich davon einen weiteren, bei Poiana Säratä. Östlich des Hauptkammes der Muntii Nemira in Bäile Slänic die Cabana Dobru, das Hotel La Cascada und den Campingplatz Rayful.  Mehr Komfort wird dort für den Wanderer nicht geboten.

 

Hier kann man bereits ab Ende Mai auf Tour gehen und der Oktober dürfte die eindrucksvollste Jahreszeit in dieser Naturlandschaft sein. Im Winter ab Ende Januar wären beeindruckende Schneeschuh Touren und klassische Skitouren möglich.