Bergtouren und Wanderungen in den Muntii Parang

Eine kleine Auswahl an möglichen Bergtouren und Wanderungen

Hoch oben in der Kammlage der Muntii Parang auf großer aussichtsreicher Tour - Via Carpatica - unterwegs
Hoch oben in der Kammlage der Muntii Parang auf großer aussichtsreicher Tour - Via Carpatica - unterwegs

Vom Pasul Urdele im Osten zur Staatsstraße 66 im Westen der Prang

Vier tägige Hochtour auf der Via Carpatica

1. Etappe:

Dies ist keine Bergtour für Anfänger. Zelt, Schlafsack und ausreichend Lebensmittel sind unbedingt notwendig. Die Route ist meist farblich rot bezeichnet.

Vom Pasul Urdele, 2228 m hoch, an der Staatsstraße 67C geht es noch etwa 1,5 Km in nördlicher Richtung leicht der Straße lang bergab. Ein kleiner unscheinbarer Pfad geht hier scharf rechts ab. Der Varf Cärbunele 1 und 2, beide etwa 2170 m hoch, werden nun in südlicher Richtung aussichtsreich überschritten. Wir kommen am kleinen Bergsee, Lacul Cärbunele vorbei und wandern direkt auf den Varf Mohoru, 2336 m, zu. Jenseits hinunter in den Pasul Mohoru und wieder bergan zum Varf Plascoaia, ein 2250 m hoher Aussichtsberg. Dieser Gipfel wird überschritten, wie auch weitere drei Erhebungen auf diesem Bergkamm der Muntii Parang, und wir kommen zur Saua Piatra Täiatä, 2225 m. Zum Übernachten im Zelt wäre meine Empfehlung: östlich 100 Hm. zum Bergsee Lacul Zänoaga Mare abzusteigen und dort windgeschützt zu Zelten.

 

Der Lacul Galisul
Der Lacul Galisul

2. Etappe:

Vom Lacul Zänoaga Mare wieder hoch zur Scharte Täiatä. Nun westlich haltend zum Varf Lesul, 2375 m, hinüber wandern. Weiter zum Varf Paclisa, 2335 m, und in die Scharte, Saua Paclisa. Aus der Scharte könnt ihr in nördlicher Richtung weglos hinunter zum sichtbaren Lacul Rosiile absteigen und weiter zur Selbstversorger Hütte Refugiu Agätat hinaus wandern. Bei Schlechtwetter unbedingt empfohlen.

Nächstes Ziel ist der höchste Gipfel der Muntii Parang, der Varf Parangul Mare mit 2519 m Höhe. Ein großartiger Panoramaberg.

Am Bergkamm nördlich vom Varf Parangul Mare lassen sich alle markanten drei Gipfel, zuletzt der Varf Carja, 2405 m, besteigen. Bei Schönwetter unbedingt machen.

 

über die Weiten der Muntii Parang
über die Weiten der Muntii Parang

3. Etappe:

Vom Varf Parangul Mare geht es südlich zum Varf Mandra, 2360 m, weiter. Nun noch zum Gipfel Varf Tapul, 2110 m und wir verlassen die Hochregion der Muntii Parang und es folgt ein sehr langer Abstieg, mit roten Punkt markierte Wanderweg. Nach dem Bergsattel, Saua Prisloapelor, 1286 m, kommt ihr eine halbe Stunde später auf offenem Wiesengelände an einer guten Quelle vorbei, hier könnt ihr nochmals wunderschön frei Zelten. Weitere zwei Möglichkeiten ergeben sich noch auf dem Abstiegsweg.

 

4. Etappe:

Hier nördlich vom Varf Recii, 1476 m, habt ihr zwei Wege, um ins Tal zu gelangen. Entweder aussichtsreich einen Bergrücken über den Varf Petriceaua, 1421 m, einen gelb markierten schmalen Bergpfad westlich haltend hinunter steigen - oder weiterhin auf dem markierten Wanderweg in nordwestlicher Richtung, den Klamm Weg.

Dieser Klamm Weg, durch enge Schluchten weiter unten, wäre meine Empfehlung, wer anschließend nach Petrosani möchte. Nun durch dichten Wald bergab zu einer letzten kleinen Lichtung. Nun westlich haltend, dem Wildbach Polatistea, durch diese enge Talschlucht entlang. Ziel ist ein kleiner Parkplatz an der Staatsstraße 66.

Wer nun nördlich direkt nach Petrosani möchte, hat einen 6 Km langen Marsch an dieser Fernstraße vor sich.

Wer aber weiter auf der Via Carpatica wandern möchte, zu den Städten Vulcan oder Lupeni, läuft an der 66 er Straße etwa 3,5 Km südlich am Fluss entlang und biegt dort rechts in einen schmalen Bergsteig ein.

Diesen Straßen Latscher kann man sich deutlich verkürzen, wenn ihr, wie oben erwähnt, beim Varf Recii auf den gelb markierten Bergsteig geht. Beim Varf Petriceaua sich unbedingt links der Felsen halten. 300 m später kommt eine gute Wasserquelle, hier kann man schön in der Natur frei Zelten. Nach dieser Lichtung kommt im Wald eine weitere Kreuzung: links, der rot markierte Steig führt hinunter in südlichere Richtung nach Mänästirea Lainici. Südlich des Weiler steht das Hotel Lainici mit einem kleinen Campingplatz dabei.

Der gelb markierte Bergsteig geht direkt westlich bei der Pietrele Alm hinunter ins Tal. Über eine Bahnstrecke und schmale Brücke zur Hauptstraße. 

300 m nördlich gehend führt nach links ein unmarkierter Bergsteig im Wald bergan.

Oder ihr wandert 1,2 Km in südlicher Richtung die Straße entlang, über eine Brücke den Fluss Jiul queren und diesen markierten Wanderweg - Via Carpatica - nach Westen nehmen.

 

Ein großartiges Panorama zu den Muntii Parang - auf der Via Carpatica unterwegs gesehen.
Ein großartiges Panorama zu den Muntii Parang - auf der Via Carpatica unterwegs gesehen.

Abstiegsvariante vom Varf Parangul Mare direkt nach Petrosani

Landschaftlich bei Weitem nicht so schön, wie auf der Via Carpatica. Man spart sich aber eine weitere Übernachtung im Zelt.

Vom Gipfel Varf Parangul Mare in nordwestlicher Richtung absteigen und dem rot markierten Bergsteig hinüber zum Varf Carja, 2405 m folgen. Jenseits nördlich immer direkt am Bergkamm bleibend abwärts gehend zur Höhe 2200 m. Nun auf dem rot markierten Bergsteig westlich hinunter zum Varf Parangul Mic und weiter bergab zur Bergstation Parang. Über eine Skipiste hinunter zu einem Touristenkomplex  und weitere 5 Km auf einem Wanderweg nach Petrosani laufen.

 

Ein Rückblick auf dem Weg zum höchsten Gipfel der Muntii Parang.
Ein Rückblick auf dem Weg zum höchsten Gipfel der Muntii Parang.

Eine Zwei Tägige Rundtour zu den Höhen der Muntii Parang

Wilde schrofe Bergnatur und viele kleine Seen unterhalb des Gipfelkamm

1. Tag:

Ausgangspunkt dieser alpinen Bergtouren Runde ist die Cabana Groapa Seacä im hinteren Jiet Tal. Übernachtet werden kann in der Selbstversorger Hütte Refugiu Agätat bei 1670 m Höhe, oder idealer, weiter oben im Zelt. Die beschriebene Runde kann in beiden Richtungen gemacht werden.

Wegbeschreibung:

Von der Cabana Groapa Seacä 150 m westwärts die Straße leicht bergab gehen bis nach links ein Wanderweg in das Jiet Tal hinein führt. 500 m den rot markierten Weg entlang bis zu einer Wegkreuzung. Nun rechtshaltend, gelbe Markierung einen Bergsteig immer ansteigend hoch. Wir kommen in offenes Schrofen Gelände, queren ein Berghang und nun aufpassen - nicht bis zum Lacul Verde in den Bergkessel aufsteigen, sondern rechts haltend über Schrofen direkt zu den sichtbar markanten Felsen in westlicher Richtung 400 Hm. mühsam aufsteigen. Unter der Felswand geht's es linkshaltend fast eben durch zum Gipfel Varf Mija auf 2395 m Höhe. Bis hier her etwa 4 Stunden. Jenseits 200 Hm. nach Westen hinunter auf den bald sichtbaren Bergsteig in Richtung Varf Carja. Über diesen hinweg und fast eben in südlicher Richtung zum höchsten Punkt der Muntii Parang, dem Varf Parangul Mare auf 2519 m. Nun folgen östlich mehrere Scharten, wo überall je nach Wind und Wetter gezeltet werden kann. Wer nicht Zelten möchte, muss in nördlicher Richtung steil absteigend zum Refugiu Agätat auf 1675 m.

2.Tag

Aufstieg zum Varf Lesul auf 2375 m in östlicher Richtung, rot markierter Bergpfad. Weiter zur Scharte Saua Piatra Täiatä, hier ein markantes Wegkreuz mit drei möglichen Bergsteige. Wer zurück möchte in die Cabana Groapa Seacä geht hier direkt links ab und über den Varf Coasta lui Rusu, 2301 m, in nördlicher Richtung.

Wer weiter möchte zur Cabana Obarsia Lotrului, geht hier gerade aus und hinüber zum Lacul Zänoaga Mare. Über einen rot markierten Bergsteig führt dieser in zwei Stunden hinunter zur neuen Alpina Straße und hier weiter in nördlicher Richtung zur Cabana Obarsia Lotrului.

Wir übersteigen den Varf Costa lui Rusu und jenseits in nördlicher Richtung geht es hinunter in die Saua Huluzul Scharte auf 1824 m. Hier geht es gerade aus zum Pasul Groapa Seacä hinunter und entweder in weiteren 30 Minuten zur Cabana Obarsia Lotrului oder zur Cabana Groapa Seacä.

Ihr könnt aber auch von der Huluzul Scharte direkt linkshaltend, blau markiert, durch schönen Bergwald hinunter zur Cabana gelangen.

 

Überall in den Südkarpaten zu sehen - das Alpenröschen.
Überall in den Südkarpaten zu sehen - das Alpenröschen.