Bienen und die intensive Landwirtschaft

Hier mal ein Beispiel, wie Landwirtschaft auch funkionieren kann. Blühende Wiesen und Tierhaltung.
Hier mal ein Beispiel, wie Landwirtschaft auch funkionieren kann. Blühende Wiesen und Tierhaltung.

Tierhaltung - Wasserschutz - Blühende Wiesen und die Bienen

Wo sieht man in Deutschland noch blühende Sommerwiesen?  Alle reden vom Insekten Sterben, immer weniger Bienen und auch die Vögel sind deutlich seltener zu sehen und zu hören. Aber klar, unsere intensive Landwirtschaft mit ihrer bedeutenden Lobby sorgt dafür, dass genug Tiere gehalten werden darf. Ob nun Kühe für Milch oder Schweine fürs billige Schnitzel, Hauptsache der Rubel rollt.

Es gab mal Zeiten, da hatte ein Landwirt so viele Tiere, welche seine Grün- und Ackerfläche auch ernähren konnte. Damit verbunden auch die Güllemenge und den Kuhstallmist. Zu dieser Zeit hatten wir keine Probleme mit einem Insekten Sterben und auch unserer Grundwasser war ohne erhöhte Nitratmengen.

Und Heute? In großen Mengen muss Futter zu gekauft werden. Teilweise werden für dieses Futter - meist das energiereiche Kraftfutter Soja - dann auch noch Regenwälder am anderen Ende unserer Erde abgeholzt um vermehrt das Soja an zu bauen. Der Transport verpestet die Atemluft und die vermehrte Tierhaltung verdreckt unser Grundwasser. Und was macht die Politik und die verantwortlichen Minister?  Freiwillige Selbstverpflichtung heißt hier das Zauberwort.

Der Landwirt betreibt intensivste Landwirtschaft. Monokulturen und das intensive Mähen der Wiesenflächen - oft bei nur 25 cm hohem Gras - lässt kein Blühen der Wildblumen mehr zu und so sterben diese Pflanzen eben aus. Damit wird der Lebensraum von Insekten und den Bienen vernichtet und als Folge gibt es letztendlich auch immer weniger Vögel. Und in den Obstplantagen sieht es nicht besser aus. Zwar haben die Bienen zur Blühte Zeit der Obstbäume genug an Nahrung aber für den Rest des Jahres gibt es hier nichts mehr für sie. Mit intensiven Mähen und oftmals mit Hilfe von der Chemie werden die Gassen zwischen den Baumreihen rigoros frei gehalten.

Und was macht nun der Bürger?  Der pflegeleichte Steingarten ist groß in Mode. Hat ein Häuslebesitzer einen Garten, wird 10-täglich der Rasen mit dem Benzinmäher auf Golfplatz Niveau gehalten. Wildblumen gibt es keine und werden solche gesichtet, als Unkraut sofort heraus gerissen und gar chemisch behandelt. Diesen Umstand sehe ich regelmäßig in Süddeutschland, ob in Freiberg am Neckar, ob im Markgräfler Land oder hier im Chiemgau. Nun will es Baden Württemberg den Bayern gleich tun und ein Bienen Schutzgesetz per Volksentscheid haben. Wird sich danach etwas ändern?

 

Solche blühenden Wildblumen Wiesen findet man in Rumänien noch vieler Orts - nur wie lange noch ?
Solche blühenden Wildblumen Wiesen findet man in Rumänien noch vieler Orts - nur wie lange noch ?

Es geht auch noch anders! Und das trotz der EU Landwirtschaft Förderung. In Rumänien und auf dem gesamten Balkan finden sich im Frühjahr und Sommer vielerorts blühenden Wildblumen Wiesen mit allen dazu gehörigen Insekten und Bienen. Hilfreich scheint es hier zu sein, dass die Bauern kein Geld zum Futter Zukauf haben und deshalb nur so viele Tiere halten, wie ihrer Felder ernähren können. Dazu kommt, dass oft auch noch Ziegen und Schafe gehalten werden, welche deutlich weniger Ansprüche an ihre Nahrung haben. Die rumänische Landwirtschaft und ihre Bauern sind zwar nicht wohlhabend, haben keinen großen Häuserkomplex wie der bayerische Bauer, keinen Fuhrpark an motorisierten Maschinen und keinen SUV - dafür aber reichlich vielfältige Natur, ein intaktes Ökosystem und unverbrauchte Ackerböden. Dies zu erhalten, sollte die Aufgabe der EU Landwirtschaft Förderung in Zukunft sein und nicht mehr die Massentierhaltung Industrie mit Fördergelder zu zuschütten. Auch wenn dann in Zukunft nur noch 50% der Kuhmilch produziert wird und es nur zweimal die Woche Fleisch zu Essen gibt, werden wir in der EU nicht verhungern. Positiv dann noch der Umstand - wir exportieren keine mit EU Gelder subventionierte landwirtschaftliche Produkte und Fleisch mehr und zerstören damit nicht die Grundlage der Bauern in unsere Exportländer. Folge könnte dann auch sein, weniger Wirtschaftsmigranten, welche in die EU kommen wollen oder müssen. 

 

So, liebe bayerische Bauern, könnten im Sommer die Wiesen bei euch auch aussehen, wenn ihr wolltet !
So, liebe bayerische Bauern, könnten im Sommer die Wiesen bei euch auch aussehen, wenn ihr wolltet !

Umweltschutz durch Vermeidung von Straßenbau

In Deutschland hat man genug Geld und Möglichkeiten, auch jeden landwirtschaftlich benutzten Weg zur Straße mit Asphalt und Beton auszubauen. Muss das denn sein ?

Hier zeigt es sich wieder - weniger ist doch mehr. In fast allen Dörfern Rumäniens und dem Balkan ist nur die Hauptstraße ausgebaut und asphaltiert. Alle andere Wege sind geschottert oder gar nur eine Naturstraße. 

Aber das Auto ist Deutschlands heiligste Kuh ! Das wird auch das E-Auto nicht ändern. Wir werden weiterhin Straßen ausbauen und verbreitern, Grünflächen und Wald dafür opfern, nur um individuell wann immer wir möchten, überall mit dem eigenen PKW hin zu kommen. Und Baden-Württemberg und Bayern sind hier die Vorreiter. Mit der CSU und dem bescheuerten Minister - Bayern ist und bleibt ein Autofahrerland - freie Fahrt für freie Bürger - wird sich auch in Zukunft nichts daran ändern. Und Grün steht in Baden-Württemberg auch nur auf der Verpackung - drin ist leider kein Umweltschutz !

Aktuelles Beispiel: während Tirol die Nebenstraßen für den Durchgangsverkehr sperrt, fahren in Bayern bei Ferienstau auf der Autobahn München - Salzburg der Reiseverkehr ungebremst durch die Chiemgauer Dörfer und verpesten dort die Atemluft und sorgen für durchgängigen Lärm und extremen Verkehr.  Bravo ! Bescheuerte CSU in München.

Und Stuttgart ?  Fahrverbote oder Einschränkungen ? alles Fehlanzeige und das ändert in Stuttgart auch eine CO2 Steuer nicht. Das zahlt der Schwabe aus der Portokasse.

Hauptsache, auch nur jeder Aussiedlerhof und jede Hochalm ist mit dem Auto auf einer asphaltierten Straße schnell und zügig erreichbar.

 

Auch das ist Umweltschutz ! - nicht jeder Dorfweg muss asphaltiert und betoniert sein - undenkbar in Bayern
Auch das ist Umweltschutz ! - nicht jeder Dorfweg muss asphaltiert und betoniert sein - undenkbar in Bayern
Weitgehend naturbelassene Kulturlandschaft an Rande der rümänischen Karpaten mit blühenden Wiesen.
Weitgehend naturbelassene Kulturlandschaft an Rande der rümänischen Karpaten mit blühenden Wiesen.