Etappen durch die Muntii Maramuresului

Vom Pasul Prislop zur ukrainischen Grenze

Muntii Varful Farcau in der Maramures
Muntii Varful Farcau in der Maramures

Anmerkung zur Weg Beschreibung:

Die bisher von mir veröffentlichten Etappen Beschreibungen gehen von der Donau beginnend an der serbischen Grenze los, so das ich hier weiter in Richtung Ukraine die Route beschreibe. 

Allerdings habe ich für 2019 oder 2020 geplant, die Via Carpatica im rumänischen Teil in der "richtige  Richtung" zu bewandern. Nach dieser Tour, welche ich eigentlich am Stück machen möchte, folgt eine komplette Neubeschreibung in dieser Laufrichtung.

 

30. Etappe: vom Pasul Prislop zur Cabana Fäntäna Stanchii

Auf dem Weg über die Höhen der Muntii Maramures zur ukrainischen Grenze
Auf dem Weg über die Höhen der Muntii Maramures zur ukrainischen Grenze

Leichte Mittelgebirgswanderung, gute rot markierte Wege - 10 km+3 Std.

Vom Pasul Prislop, 1416 m, geht es auf einer kleinen Naturstraße in nördlicher Richtung leicht bergan über offenes Wiesengelände. An einem Bildstöckl vorbei folgen danach mehrere Serpentinen, es geht etwas steiler berghoch und wir erreichen den Tarnita Täfa, 1655 m. Jenseits geht es etwas bergab und nun zum Varful Häjmaru, 1686 m, hoch. Weiter in nördlicher Richtung durch schönen Bergwald zum Tarnita Nedeii, 1533 m.

Wer 2 Stunden zusätzlich Zeit hat, kann hier links abbiegen und zum Muntele Cearcänu, 1846 m auf einer schmalen Wanderspur marschieren. Schöne Aussicht ! 

Vom Gipfel auf gleichem Wege wieder zurück zur Tarnita Nedeii.

Weiter geht der rot markierte Weg in nördlicher Richtung leicht bergaufwärts, alle folgende Abzweigungen nach rechts lassen wir aus. Danach am Varful Strungi, 1710 m, linkshaltend vorbei und zu einer weiteren Wegkreuzung: rechts ginge der markierte Weg nach Sesun hinunter und dort kommt man auf die Ostauffahrt zum Pasul Prislop.  Wir bleiben auf unserem Hauptweg - der Via Carpatica - und sind in wenigen Minuten an der Cabana Fäntäna Stanchii, 1672 m.

Sollte diese Berghütte nicht geöffnet und bewirtet sein - kommt des Öfteren vor - geht ihr am Besten noch ein Wegstück weiter. Nach etwa 15 Minuten kommt ihr an die Wasserquelle Fäntäna Stanchii, hier kann man sehr gut frei Zelten und hat bestes Trinkwasser vor Ort.

 

Immer wieder weite Kammwanderungen prägen die Touren in der Maramures.
Immer wieder weite Kammwanderungen prägen die Touren in der Maramures.

31. Etappe:  von der Cabana Fäntäna Stanchii zum Refugiu Lucaciasa

Abwechslungsreiche Bergwanderung, rot markiert, 15 km + 5 Std.

Von der Cabana Fäntäna Stanchii, 1672 m, geht es eine kleine Straße erstmal leicht bergab zur Tarnita Bäläsanii, 1481 m. Achtung !  hier nicht die Abzweigung nach links, rot farblich markiert, verpassen.  Nun folgt eine lange, teilweise ausgesetzte Hangquerung mit dem Namen: Drumul Räzboiului. Fast eben, teilweise leicht bergan und bergab kommen wir nach 2:30 Std. zum Felsen Prislopul Cataramei, 1644 m. Danach scharf linkshaltend auf gutem Weg bergab zur Saua Gäliu, 1430 m, einer breiten Scharte. Weiter nun in westlicher Richtung auf einer kleinen Straße zu einer Wegkreuzung auf 1618 m Höhe. Hier verlassen wir die Straße, auf die rote Markierung achten, und wandern auf der Plaiul Lucäcaisa, einem teilweise offenem Wiesenplateau zur Saua Lucäcaisa, 1641 m und zum Refugiul Montan Lucäcaisa, 1646 m hoch gelegene Selbstversorger Hütte. Quelle und gutes Trinkwasser wenige Meter nördlich der Hütte und hier lässt es sich auch gut frei Zelten.

 

Auch das ist die Maramuresului - weidende Schaf und Ziegenherden auf den Bergwiesen der Maramures.
Auch das ist die Maramuresului - weidende Schaf und Ziegenherden auf den Bergwiesen der Maramures.

32. Etappe:  vom Refugiul Lucäcaisa  zur Cabana Valea Babei, 865 m

Zuerst eine Gipfeltour und danach Abstieg zur Wassertalbahn Macärlau

Das Ziel am Vormittag ist der Varful Toroiaga auf 1930 m Höhe, ein aussichtsreicher Berggipfel in der Maramures. Die Bergtour ist ausgeschildert und rot markiert. Meist geht es am östlichen Bergkamm entlang, auf der Creasta Toroie gii Piciorul Toroiegii. Vergleichbar mit der Kammwanderung am Col Nudo in den Alpago Bergen, in den Friaulaner Dolomiten.

Hin und zurück benötigt ihr etwa 2:30 Std. für die 300 Hm.

Eine Wegbeschreibung erübrigt sich, immer den Spuren und der Markierung am Bergkamm entlang, bei Schlechtwetter oder gar Gewitter die Bergtour nicht machen !

Zurück an der Refugiul Lucäcaisa führt uns der Weiterweg recht steil in nördlicher Richtung bergab. Mehrere Weg kreuzen und müssen überquert werden, nicht immer eindeutig, wo es lang geht. Spuren und die rote Markierung leiten uns tief hinunter bei diesem 900 Hm. Abstieg. In 2:30 Std. dürften wir an die Wassertalbahn hin kommen.

Unten angekommen geht es rechts, talaufwärts weiter zu den Stationen der Wassertalbahn Macärlau, Gura Stevioara und Valea Babei. Noch 10 Minuten weiter aufwärts ist die Cabana Valea Babei, meist offene und bewirtete einfache Hütte, vielfach von den Waldarbeitern in dieser Region besucht.

Anmerkung:  Wer nicht in die Cabana Valea Babei möchte, kann nach erreichen der Wassertalbahn Maramures auch gleich linkshaltend, talabwärts zur Station Fäina weiter wandern und dort auf einem einfachen Campingplatz nächtigen.

 

Am Lacul Vindere - dahinter der Varful Mihailecu mit 1918 m Höhe.
Am Lacul Vindere - dahinter der Varful Mihailecu mit 1918 m Höhe.

33. Etappe:  zum Muntele Farcäu, 1957 m

Über die Cabana Silvicä Cosnea zum höchsten Gipfel der Maramures

Die nun folgende Etappe ist die landschaftlich schönste der Maramuresului. Lang und weit hoch geht es hier in die Richtung zur ukrainischen Grenze. Die wenigsten schaffen diese Tour an einem Tag und mit dem anschließenden Abstieg nach Repedea werden es wohl 3 volle Tourentage in dieser Wildnis Maramuresului.

Zuerst geht es von der Wassertalbahn Station Fäina weiter talabwärts bis zur Station Bardäu auf 675 m Höhe gelegen. Das wir bei der Station Botizu 3 Natursteintunnels im Dunkeln durchqueren müssen, außer der Wasserstand läßt eine Begehung außerhalb zu, ist nur eine Besonderheit auf dieser Etappe. Mit etwas Glück könnt ihr aber auch mit der Wassertalbahn fahren. Sollte dies möglich sein, dann unbedingt bis nach Viseu de Sus fahren, dort einkaufen und übernachten und am nächsten Morgen wieder zurück nach Bardäu hoch fahren.

Bei Bardäu führt uns nun ein rotmarkierter Bergsteig in nördlicher Richtung bergan. Teilweise sehr steil kommen wir nach 3:30 Std. und 1200 Hm. Aufstieg auf den Pietrosul Bardäului auf 1850 m. Großartige Aussicht !

Wer nun nicht zum Muntele Farcäu möchte, sondern gleich auf den Bergkamm an der ukrainischen Grenze, kann hier auf einen unmarkierten Bergsteig rechts abbiegen und über einen langgestrecken Bergrücken in nordöstlicher Richtung in weiteren 2 Std. zur ukrainischen Grenze stoßen. Unbedingt einen gültigen Reisepass dabei haben !

Wir bleiben auf der Via Carpatica und wandern nun westwärts den roten Markierungen folgend über einen Bergrücken um anschließend auf breiteren Wege wieder weit bergab zur Cabana Silvicä Cosnea, 614 m,  zu gelangen. Meist ist diese bewirtete Hütte offen.

Weiter geht es 15 Min. die Straße leicht bergab zur Abzweigung rechts rot markiert nach Luhei. Nun berghoch, an drei Wasserquellen vorbei zur Bergwiese Poiana Ulohe. Weiter folgen 2 Sennerhütten und eine weitere gute Wasserquelle. Hier könntet ihr frei Zelten, oder auch nur Rasten.

Nun folgt der 500 Hm. lange Aufstieg zum Varful Mihailecu, 1918 m mit seiner grandiosen Aussicht hinüber zum Varful Farcäu, unserem weiteren Tourenziel. Jenseits geht es hinunter zum Lacul Vindere, 1746 m. Großartiger Zeltplatz !

Der weitere Bergsteig zum Muntele Farcäu ist nicht markiert. Gut sichtbare Spuren leiten euch in 75 Min. auf diesen grandiosen Aussichtsberg in der Maramuresului.

Umfassende Panorama über die ganzen Berghöhen der Maramures.

Rückweg zum Lacul Vindere ist der gleiche.

Nun gibt es gleich 3 Möglichkeiten auf dem Abstieg nach Repedea zu gelangen:

Vom Seeufer nach Süden betrachtet der westlichste Steig führt erstmal meist eben nach 2:30 Std. zu einer Wegteilung, welche rechts nach Repedea hinabführt und linkshaltend direkt weiter zur Saua Tomnatecul, 1087 m, unserem weiteren Ziel auf der Via Carpatica in der Maramures.

Der mittlere Bergsteig ist der direkte Weg hinunter nach Repedea, blau markiert und meistens begangen.

Der linkere schmale Bergsteig, hier oben nur Spuren und keine Farbmarkierung ist aber der aussichtsreichste und für gute Berggeher der abwechslungsreichste aller drei Wege ins Tal. Diesen beschreibe ich hier.

Zuerst geht es wieder bergan um auf eine Scharte zu gelangen. Danach folgt unser schmale Bergsteig der Creasta Culmea Rugasului bis zur Sennerhütte Stäna din Runea mit seiner Wasserquelle. Nun sind wir wieder auf dem mittleren Abstiegsweg, welcher gut blau markiert ist und uns problemlos weiter hinunter führt.

Bei 1003 m Höhe folgt eine weitere Wegkreuzung: Wer schnell nun hinunter möchte, läuft gerade aus weiter ins Tal nach Repedea.

Wir halten uns aber links und wandern hinüber zur Cantonul Silvic Pentaia, einem kleinen Bergdorf. Nun führt uns eine kleine Straße hinunter nach Repedea.

 

Immer wieder unterwegs auf der Via Carpatica - unzählige Sennerhütten.
Immer wieder unterwegs auf der Via Carpatica - unzählige Sennerhütten.

34. Etappe -  zum Muntele Pop Ivan an der ukrainischen Grenze

Wiederum weite und anstrengende Bergtour auf der Via Carpatica

Dies ist nun die letzte Via Carpatica Etappe auf rumänischen Boden. Von Repedea geht es einen gelb farblich markierten Bergsteig hoch zur Saua Tomnatecul, 1087 m. Nun nördlich haltend besteigen wir den Varful Tomnatecul mit 1618 m. Wir überqueren diesen Aussichtsgipfel in nördlicher Richtung und steigen zu den Bergwiesen der Nedeia, 1575 m, mit einer guten Wasserquelle ab. Hier ideales freie Zelten.

Der Weiterweg zum Muntele Pop Ivan ist nicht markiert, aber Wegspuren leiten euch dahin. Immer in nördlicher Richtung laufend, offenes Wiesengelände mit mehreren Wasserquellen, kommen wir zur ukrainischen Grenze. Hier führt uns ein nach Nordwest aufsteigender Bergkamm zum Gipfel des Pop Ivan auf 1936 m Höhe. Großartige Rundumsicht !

Nun entweder auf den Etappen der Via Carpatica in der Ukraine weiter wandern, oder wir gehen zurück zu der Bergwiese Nedaia.

Von hier führt der Weiterweg, auch gelb markiert, hinunter zur Cabana Paltin, 595 m.

Von der Cabana Paltin gelangt man unschwierig über eine kleine Straße entweder nach Petrova oder mit einem Gegenanstieg in westlicher Richtung, rot markierter Wanderweg, nach Bistra.

Auch von hier könnt ihr weiter auf Trekkingtour gehen, die Muntii Ignis führen in südwestlicher Richtung durch ein schöners Mittelgebirge.

 

Auf zu den Muntii Ignis - ein schönes Mittelgebirge zum genußvollen Wandern.
Auf zu den Muntii Ignis - ein schönes Mittelgebirge zum genußvollen Wandern.