Über die Muntii Parang von Ost nach West

Auf der Via Carpatica eine viertägige Gebirge Überschreitung

Die Muntii Parang
Die Muntii Parang

1. Etappe:

Dies ist keine Bergtour für Anfänger. Zelt, Schlafsack und ausreichend Lebensmittel sind unbedingt notwendig. Die Route ist meist farblich rot bezeichnet.

Vom Pasul Urdele, 2228 m hoch, an der Staatsstraße 67C geht es noch etwa 1,5 Km in nördlicher Richtung leicht der Straße lang bergab. Ein kleiner unscheinbarer Pfad geht hier scharf rechts ab. Der Varf Cärbunele 1 und 2, beide etwa 2170 m hoch, werden nun in südlicher Richtung aussichtsreich überschritten. Wir kommen am kleinen Bergsee, Lacul Cärbunele vorbei und wandern direkt auf den Varf Mohoru, 2336 m, zu. Jenseits hinunter in den Pasul Mohoru und wieder bergan zum Varf Plascoaia, ein 2250 m hoher Aussichtsberg. Dieser Gipfel wird überschritten, wie auch weitere drei Erhebungen auf diesem Bergkamm der Muntii Parang, und wir kommen zur Saua Piatra Täiatä, 2225 m. Zum Übernachten im Zelt wäre meine Empfehlung: östlich 100 Hm. zum Bergsee Lacul Zänoaga Mare abzusteigen und dort windgeschützt zu Zelten.

 

2. Etappe:

Vom Lacul Zänoaga Mare wieder hoch zur Scharte Täiatä. Nun westlich haltend zum Varf Lesul, 2375 m, hinüber wandern. Weiter zum Varf Paclisa, 2335 m, und in die Scharte, Saua Paclisa. Aus der Scharte könnt ihr in nördlicher Richtung weglos hinunter zum sichtbaren Lacul Rosiile absteigen und weiter zur Selbstversorger Hütte Refugiu Agätat hinaus wandern. Bei Schlechtwetter unbedingt empfohlen.

Nächstes Ziel ist der höchste Gipfel der Muntii Parang, der Varf Parangul Mare mit 2519 m Höhe. Ein großartiger Panoramaberg.

Am Bergkamm nördlich vom Varf Parangul Mare lassen sich alle markanten drei Gipfel, zuletzt der Varf Carja, 2405 m, besteigen. Bei Schönwetter unbedingt machen.

 

Cabana Lotrului
Cabana Lotrului

3. Etappe:

Vom Varf Parangul Mare geht es südlich zum Varf Mandra, 2360 m, weiter. Nun noch zum Gipfel Varf Tapul, 2110 m und wir verlassen die Hochregion der Muntii Parang und es folgt ein sehr langer Abstieg, mit roten Punkt markierte Wanderweg. Nach dem Bergsattel, Saua Prisloapelor, 1286 m, kommt ihr eine halbe Stunde später auf offenem Wiesengelände an einer guten Quelle vorbei, hier könnt ihr nochmals wunderschön frei Zelten. Weitere zwei Möglichkeiten ergeben sich noch auf dem Abstiegsweg.

 

4. Etappe:

Hier nördlich vom Varf Recii, 1476 m, habt ihr zwei Wege, um ins Tal zu gelangen. Entweder aussichtsreich einen Bergrücken über den Varf Petriceaua, 1421 m, einen unmarkierten schmalen Bergpfad hinunter steigen - oder weiterhin auf dem markierten Wanderweg in nordwestlicher Richtung.

Dieser Klamm Weg, durch enge Schluchten weiter unten, wäre meine Empfehlung. Nun durch dichten Wald bergab zu einer letzten kleinen Lichtung. Nun westlich haltend, dem Wildbach Polatistea, durch diese enge Talschlucht entlang. Ziel ist ein kleiner Parkplatz an der Staatsstraße 66.

Wer nun nördlich direkt nach Petrosani möchte, hat einen 6 Km langen Marsch an dieser Fernstraße vor sich.

Wer aber weiter auf der Via Carpatica wandern möchte, zu den Städten Vulcan oder Lupeni, läuft an der 66 er Straße etwa 3,5 Km südlich am Fluss entlang und biegt dort rechts in einen schmalen Bergsteig ein.

Diesen Straßen Latscher kann man sich deutlich verkürzen, wenn ihr, wie oben erwähnt, beim Varf Recii auf den gelb markierten Bergsteig geht. Beim Varf Petriceaua sich unbedingt links der Felsen halten. 300 m später kommt eine gute Wasserquelle, hier kann man schön in der Natur frei Zelten. Nach dieser Lichtung kommt im Wald eine weitere Kreuzung: links, der rot markierte Steig führt hinunter in südlichere Richtung nach Mänästirea Lainici. Südlich des Weiler steht das Hotel Lainici mit einem kleinen Campingplatz dabei.

Der gelb markierte Bergsteig geht direkt westlich bei der Pietrele Alm hinunter ins Tal. Über eine Bahnstrecke und schmale Brücke zur Hauptstraße. 

300 m nördlich gehend führt nach links ein unmarkierter Bergsteig im Wald bergan.

Oder ihr wandert 1,2 Km in südlicher Richtung die Straße entlang, über eine Brücke den Fluss Jiul queren und diesen markierten Wanderweg - Via Carpatica - nach Westen nehmen.

 

Jede Quelle zum Wasserfassen nützen !
Jede Quelle zum Wasserfassen nützen !

Abstiegsvariante vom Varf Parangul Mare direkt nach Petrosani

Landschaftlich bei Weitem nicht so schön, wie auf der Via Carpatica. Man spart sich aber eine weitere Übernachtung im Zelt.

Vom Gipfel Varf Parangul Mare in nordwestlicher Richtung absteigen und dem rot markierten Bergsteig hinüber zum Varf Carja, 2405 m folgen. Jenseits nördlich immer direkt am Bergkamm bleibend abwärts gehend zur Höhe 2200 m. Nun auf dem rot markierten Bergsteig westlich hinunter zum Varf Parangul Mic und weiter bergab zur Bergstation Parang. Über eine Skipiste hinunter zu einem Touristenkomplex  und weitere 5 Km auf einem Wanderweg nach Petrosani laufen.

 

Auf der Via Carpatica zu den Muntii Cindrel auf aussichtsreicher Tour unterwegs.
Auf der Via Carpatica zu den Muntii Cindrel auf aussichtsreicher Tour unterwegs.

Die weiteren Etappen zu den Muntii Cindrel und immer nach Osten über den Karpaten Hauptkamm....