Dolomiten Höhenweg 6 - der Weg der Stille

Durch die östlichen Berge der Friaulaner Dolomiten

Tiefblick hinunter zum Bivacco Greselin auf dem 6 er Dolomiten Höhenweg
Tiefblick hinunter zum Bivacco Greselin auf dem 6 er Dolomiten Höhenweg

Allgemeine Hinweise und Informationen - Alta Via dei Silenzi

Tourendaten:

Startort für den 190 Km langen Dolomiten Höhenweg 6 ist die Gemeinde St. Lorenzen im Lesachtal in Oberkärnten. Zielort wäre Vittorio Veneto. Da die letzten zwei Etappen nach dem Rifugio Semenza nicht mehr interessant sind, wir laufen hier über die Vorberge der Friaulaner Dolomiten, endet diese Route meist nach dem Cimon del Cavallo am Lago di Santa Croce in Farra d Alpago.

Zwischen mindestens 10 bis maximal 14 Tagen sollte für diesen Fernwanderweg durch die Friaulaner Dolomiten gerechnet werden. Nicht immer stehen für unsere Übernachtungen bewirtete Berghütten - Rifugio - zu Verfügung, auch Selbstversorger Hütten - Casera - und Biwak Schachteln - Bivacco - werden benützt. Da ab Erto bis zur Semenza Hütte nur das Bivacco Frugna sicher zur Verfügung steht, empfehle ich dringend ein Leichttrekkingzelt mit zu nehmen. 

 

Hier ein Beispiel für eine Umgehung einer alten Wegtrasse bei der Forcella Frati.
Hier ein Beispiel für eine Umgehung einer alten Wegtrasse bei der Forcella Frati.

Technische Schwierigkeiten:

Der Dolomiten Höhenweg 6 dürfte der anspruchsvollste Fernwanderweg der gesamten Alpen sein. In den letzten 10 Jahren sind durch eine Vielzahl von Wettereinflüssen die Bergsteige deutlich schwieriger geworden. Einige Verbindungspfade wurden vom CAI offiziell gesperrt und von der Naturparkverwaltung in Cimolais ausgelassen und aufgegeben. Wegweiser und Markierungen für diese Steige sind auch meist nicht mehr vorhanden. Schon bisher musste man mit Kletterstellen bis zum 2.Grad rechnen. Jetzt heißt es kaputte und nicht mehr vorhandene Bergsteige sicher zu umgehen, frei abklettern und wieder auf zu steigen und dies auf einigen Etappen gleich mehrmals. Auch die farblichen Markierungen lassen oft zu wünschen übrig, hier sind einfach Ortskenntnisse notwendig. Wer denkt, Tablet und GPS hilft ihm dort weiter, er wird sein blaues Wunder erleben. In den letzten drei Jahren musste die Bergwacht mehrmals verirrte Bergwanderer, welche sich total verstiegen hatten, aus ihrer Bergnot retten.

Wer die Bergsteige zwischen dem Passo della Mauria und dem Rifugio Semenza nicht kennt, sollte sich nicht mehr auf die Originalroute des 6 er Dolomiten Höhenweg begeben. Es gibt vielerlei Umgehungen, eigentlich sind es Abkürzungen, teils sogar mit einer Busfahrt verbunden, dass man überhaupt noch nach Vittorio Veneto kommt.

Vom Alleingehen muss ich dringend abraten, am Besten, ihr seit zu dritt und habt ein 25 m Halbseil mit dabei. Alte Steigeisen oder Grödeln könnten an manchen sehr steilen Feinsplitt Stellen sehr hilfreich sein. 

 

Jedes Jahr biete ich geführte Gruppentouren für den Dolomiten Höhenweg 6 mit einigen Varianten in der Region Friaul an. Bei Interesse meldet euch bitte rechtzeitig im Winter davor per E-Mail mit Angaben, was ihr bereits so unternommen habt, an mich. Mehr als 5 Mitwanderer nehme ich auch aus Sicherheitsgründen für diese Tour nicht mit. Termin wäre der Juli oder dann wieder ab Ende August,  Anfang September nach den italienischen Ferien.

 

Blick zur Forcella Duranno, welche nur mittels leichter Kletterei erreicht werden kann.
Blick zur Forcella Duranno, welche nur mittels leichter Kletterei erreicht werden kann.

Tourenverlauf der italienischen Original Route

Statt Rundtour in Sappada mit Start aus dem Lesachtal

Gestartet wird in St. Lorenzen, durch das Frohntal erreichen wir die Frohnalm mit der Ingridhütte und steigen zum Hochweißsteinhaus auf. Am Passo Sesis gelangen wir nach Italien und steigen über das Rifugio Calvi zum Rifugio Sorgenti del Piave ab. Weiter geht es über den Lago Olpe und dem Rifugio Ferro nach Sappada. Nun in das Val Enghe und dem Passo Elbel hinauf zum Rifugio de Gasperi. Über die Casera Mimoias gelangen wir zum Rifugio Tenente Fabbro. Nächstes Ziel ist der Passo della Mauria. Von hier zum Rifugio Giaf und weiter zum Bivacco Marchi-Granzotto. Nächste Ziel ist einer der landschaftlichen Höhepunkte dieser Tour, das Val Montanaia mit seiner Campanile und dem Bivacco Perugini. Nun folgt der Abstieg zum Rifugio Pordenone. Über den Sentiero Marini erreichen wir das Bivacco Gervasutti. Weiter kommen wir zur Casera Laghet de Sora. Über die Forcella Val del Drap und der Forcella Compol gelangen wir zum Bivacco Greselin. Nächstes Ziel ist das Rifugio Maniago. Nach Erto geht es in die Vajont Schlucht und hoch zum Bivacco Frugna. Jenseits hinunter zur Nothütte Gravuzza und wieder lange bergan zur Forcella di Valbona. Nun entweder hinunter auf dei Alpago Hochfläche oder besser und direkter, italienische Variante, auf den langen Bergkamm weiter zum Crep Nudo. Über das Bivacco Toffolon erreichen wir das Rifugio Semenza und steigen hinab zum Lago di Santo Croce nach Farra Alpago.

 

Das Val Montanaia mit seiner Campanile und unten auf der Wiese das Bivacco Perugini.
Das Val Montanaia mit seiner Campanile und unten auf der Wiese das Bivacco Perugini.

Ab sofort werde ich keine weitere ausführliche Routen Beschreibungen und detaillierte Wegführungen auf meiner Webseite allgemein zugänglich mehr veröffentlichen. Zwischen der Wahl, Werbung zu platzieren und damit die Inhalte meiner Webseite zu verwässern oder gegen Entgeld ausführliche Beschreibungen zu Verfügung zu stellen, habe ich mich für Letzteres entschieden. In wie weit diese nun zur Verfügung stehen werden, könnt ihr auf der Startseite oder rechts seitlich in der Spalte hier nach lesen.