Die Zentralkarpaten in Rumänien

Die Gebirgszüge zwischen Oradea und Deva

In den bewaldeten Zentralkarpaten unterwegs.
In den bewaldeten Zentralkarpaten unterwegs.

Lage und allgemeine Informationen

Zu den zentralen Karpaten zählen alle Gebirgsgruppen, die westlich eingebettet sind im großen Karpatenbogen, welcher von der ukrainischen Grenze nach Süden und danach weiter nach Westen leiten. Südöstlich bei Oradea beginnend mit den Muntii Pädurea Craiului. Südlich anschließend die Region der Muntii Vlädeasa und die langgezogene Berggruppe der Muntii Bihor.  Westlich der Bihor Berge liegt das Mittelgebirge der Muntii Codru - Moma und östlich davon das Kernstück der zentralen rumänischen Karpaten, die Muntii Apuseni und seinem Naturpark Apuseni. Östlich davon liegt das weitläufige Gebiet der Muntii Giläului Muntele Mare und der recht große See, Lacul Fäntänele. Das Mittelgebirge Muntii Metaliferilui nördlich von Deva gelegen zählt auch noch dazu.

Überregional betrachtet verlaufen die Europa Fernwanderwege E3 und der E4 durch diese Gebiete, am Rande auch der E8 Fernwanderweg. National betrachtet gibt es eine durchgängige Nord nach Süd Fernwanderstrecke, welche weitere landschaftlich schöne Wegetrassen durch diese Region benützt. 

An Refugiu und Cabana, Berghütten aller Art, stehen hier nicht viele zum Übernachten zur Verfügung, deshalb ist das Leichttrekking Zelt bei größeren Bergtouren unerlässlich. Ausnahme ist der Apuseni Naturpark und seinen Randgebiete.

 

Auch dieser Luxus ist auffindbar - eine Holzbrücke über einen Wildbach in den Karpaten.
Auch dieser Luxus ist auffindbar - eine Holzbrücke über einen Wildbach in den Karpaten.

Anreise zu den zentralen rumänischen Karpaten

Am Besten bietet sich hier die Großstadt Cluj-Napoca, Klausenburg östlich der zentralen Karpaten liegend an. Fernbusse und Züge kommen hier täglich mehrmals aus allen Regionen Europas an. Ab München fährt die ÖBB, FlixBus und Eurolines nach Cluj-Napoca. Mit dem PKW ab München wären es etwa 1500 Km, über Wien, Budapest und Oradea. Klausenburg hat derzeit etwa 315.000 Einwohner und ist damit die drittgrößte Stadt in Rumänien.

Obwohl ich kein Freund der Fliegerei bin, sei doch erwähnt, dass Cluj-Napoca einen Flughafen besitzt, welcher auch aus Deutschland täglich angeflogen wird. Er liegt etwa 10 Km nordöstlich vom Stadtzentrum Klausenburg entfernt.

In Cluj-Napoca gibt es zwei Jugendherbergen und im Süden der Stadt einen Campingplatz.

Ab Cluj-Napoca fahren örtliche Regional Buslinien nach Cämpeni und Brad. 

Für die Fernwanderstrecke Oradea bis nach Deva benötigt man um die 10 Tage zu Fuß. Durchgängige Wanderkarten gibt es allerdings keine. Überregionale Beschilderungen und Weg Markierungen sind auch nur teilweise angebracht.

Kleine Pensionen findet man in den Tallagen überall hier in der Region, dazu gibt es auch einige Campingplätze und im Gebirge ausgewiesene freie Zeltplätze zum einmaligen Übernachten.

 

Naturbelassener Wildfluss durch die Karpaten fließend.
Naturbelassener Wildfluss durch die Karpaten fließend.

Besondere Sehenswürdigkeiten in den zentralen rumänischen Karpaten

Europaweit bekannt ist die Scärisoara Gletscherhöhle im Bihor Gebirge gelegen. Weitere Höhlen können hier in der Region besucht werden, unter anderem empfehle ich die Pestera Vantului und die Batranului - Höhle der Alten. Eine weitere Höhle ist die Pestera Ursilor - Bärenhöhle.

Die Turda Schlucht ist eine weitere Sehenswürdigkeit in diesem Gebiet. Sie liegt im Apuseni Gebirge etwa 30 km von Turda und den Salzminen entfernt. 300 m hohe Steilwände begrenzen die Cheile Turzii. Die Schlucht ist über die Gemeinde Mihail Viteazu erreichbar und als eine kürzere Wanderung ausgeschildert und markiert.

Eine weitere Empfehlung wäre das Karstplateau von Padis in den Vlädeasa Bergen. Unter dem Plateau verbergen sich weitere Höhlen und eine Vielzahl unterirdische Seen. Zahlreiche Tropfsteinhöhlen wurden hier in den letzten Jahren neu entdeckt.